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Scharfe Kritik an Gesetzentwurf / 25600 Arbeitnehmer im Landkreis betroffen

Kleinbetriebe von Brückenteilzeit ausgeschlossen

HAMELN-PYRMONT. Mal etwas weniger arbeiten, um Zeit für Kinder, Angehörige oder auch sich selbst zu haben – danach aber wieder voll in den Beruf einsteigen: Für Tausende Beschäftigte im Kreis Hameln-Pyrmont soll das ab 2019 per Gesetz möglich sein. Tatsächlich dürften jedoch 25 600 Arbeitnehmer im Landkreis nicht vom sogenannten Rückkehrrecht in Vollzeit profitieren – weil ihr Betrieb weniger als 45 Mitarbeiter hat.

veröffentlicht am 16.10.2018 um 09:38 Uhr

Mehr Zeit für die Familie – darum geht es im geplanten Gesetz zur Brückenteilzeit. Foto: NGG

„Das sind 43 Prozent aller Beschäftigten, an denen das Gesetz komplett vorbeigeht“, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Hannover beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Ein Großteil der Beschäftigten in Bäckereien und Metzgereien dürfte danach nichts von der geplanten Brückenteilzeit haben. Im Gastgewerbe wären laut Statistik im Kreis Hameln-Pyrmont sogar 84 Prozent des Personals vom Gesetz ausgenommen. Auf die Untergrenze von 45 Beschäftigten hatte sich die Große Koalition in Berlin verständigt. Die Unionsparteien setzten sich in diesem Punkt gegen die SPD durch. Das Gesetz soll noch im Oktober den Bundestag passieren. „In den vielen Kleinbetrieben im Handwerk und in der Gastronomie ist die Teilzeit-Novelle damit reine Makulatur“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge. Sie ruft die heimischen Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich in Berlin für Änderungen am Gesetz starkzumachen. „Die Einschränkung für kleine Betriebe muss wegfallen“, so Tiedge. red



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