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Prozessauftakt gegen Lindhorster, der Sohn zu Tode geschüttelt haben soll / Mutter droht neues Verfahren

Kind totgeschüttelt: Vater bestreitet Vorwürfe

LINDHORST/BÜCKEBURG. Der Prozess gegen einen Lindhorster, der seinen drei Monate alten Sohn so geschüttelt haben soll, dass das Baby Hirnblutungen erlitt und zwei Tage später starb, hat am Mittwoch vor dem Landgericht Bückeburg begonnen. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. „So etwas ist nicht vorgekommen“, erklärte der 23-Jährige, dem Staatsanwalt Lukas Veith Totschlag zur Last legt.

veröffentlicht am 16.05.2018 um 18:18 Uhr

Foto: pixabay
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Den schlechten Zustand des kleinen Jungen führt der Lindhorster auf eine Sechsfach-Impfung zurück, die das Baby drei Wochen zuvor bekommen hatte. Der Säugling soll blass gewesen sein, viel geschlafen und sich häufig übergeben haben. Für die schweren Verletzungen, die zum Tode führten, hat der Vater keine Erklärung. Allerdings kann er sich zumindest „vorstellen, dass die Mutter ihm die Verletzungen zugefügt hat“, so der Angeklagte gegenüber Richter Norbert Kütemeyer, dem Vorsitzenden des Bückeburger Schwurgerichts. Die Frau sei manchmal „sehr impulsiv im Umgang mit dem Kleinen“ gewesen, so der Mann.

Fest steht, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Frau eingestellt hat. Allerdings fehlte zu dem Zeitpunkt noch ein Gutachten, das nun vorliegt. Aus der vorläufigen Fassung gab Richter Kütemeyer gestern sinngemäß einen Satz wieder: Er sprach von „schweren, unterschiedlich alten Verletzungen, die in einem Zeitraum von drei Wochen entstanden sein sollen“. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Säugling auch vorher schon gequält worden ist. Die Staatsanwaltschaft will prüfen, ob ein neues Verfahren gegen die Frau eingeleitet wird.

Im Fall eines Schuldspruchs im Sinne der Anklage droht dem Lindhorster eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren. ly



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