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Über 900 Objekte werden verwaltet / 90 Prozent aller Immobilien bereits wärmegedämmt

Kaum Leerstand bei Wohnungen der KSG

Hameln-Pyrmont (wft). Mit einem Überschuss in Höhe von 187 500 Euro hat die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) des Landkreises Hameln-Pyrmont das Jahr 2011 abgeschlossen. Das Ergebnis lag damit um 18 Prozent oder 33 750 Euro höher als ursprünglich geplant und erwartet. Das berichteten jetzt KSG-Geschäftsführer Joachim Kruppki, der KSG-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Bartels und seine Stellvertreterin Ursula Wehrmann auf einer gemeinsamen Bilanzpressekonferenz in Coppenbrügge. Gleichzeitig teilten sie mit, dass die Gesellschafterversammlung zuvor dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung die Entlastung erteilt habe.

veröffentlicht am 16.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Die KSG verwaltet derzeit einen Bestand von 922 Wohnungen, von denen bereits rund ein Viertel barrierefrei oder zumindest barrierearm bewohnt werden könne, wie Wehrmann betonte. „Das ist wichtig für unsere Mieter und deren Zukunft, denn rund 40 Prozent der Bewohner unserer Wohnungen ist älter als 60 Jahre“, erklärte Kruppki. Als „bemerkenswert“ bezeichneten Bartels und Kruppki die Tatsache, dass die KSG trotz des demografischen Wandels derzeit nur einen Leerstand von 1,95 Prozent habe. Im Kreisgebiet hätten dagegen im Jahr 2009 sieben Prozent aller Wohnungen leergestanden – „und das mit steigender Tendenz“, wie Wehrmann bestätigte. Den Vorwurf, die KSG betätige sich im Rahmen ihrer „Inhausgeschäfte“ für die Kommunen als Konkurrenten zu den freien Architekten, wiesen Kruppki und Bartels zurück. „Wir vergeben 70 bis 80 Prozent der von uns zu erbringenden Leistungen an fremde Dritte“, erklärte Kruppki zu kritischen Stimmen bezüglich der Planung und Bauüberwachung bei verschiedenen Kitas und Krippen im Kreisgebiet. „Und wir sorgen dafür, dass die Aufträge ganz überwiegend an heimische Handwerker vergeben werden“, betonte Wehrmann, „damit das Geld in der Region bleibt.“ Außerdem sei die Zahl der Baubetreuungsmaßnahmen, die die KSG für ihre Gesellschaftergemeinden vornehme, mit nicht mehr als zwei pro Jahr relativ gering. So wurde im Jahr 2011 ein Neubau für eine Kita mit Krippengruppe in Bakede errichtet, 2012 mit einem Neu- und Umbau der Kita Aerzen begonnen und jetzt der Auftrag für einen An- und Umbau der Kita Oldendorf vom Flecken Salzhemmendorf übernommen. Größere Vorhaben, wie zum Beispiel den Neubau der Schule in Hessisch Oldendorf, könne die KSG dagegen nicht stemmen, betonte Bartels. „Da müssen wir unsere Grenzen akzeptieren.“ Mieter der KSG zahlen nach Angaben von Kruppki durchschnittlich 4,67 Euro pro Quadratmeter. Damit erwirtschaftet die Gesellschaft im Jahr rund 4,3 Millionen Euro Mieteinnahmen. Der Jahresüberschuss werde nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet, sondern gehe in die Rücklagen, erklärte Kruppki. Dass die Wohnungen der KSG so stark nachgefragt würden, erklärt der Geschäftsführer mit dem guten Zustand der Immobilien. „90 Prozent aller Gebäude sind bereits wärmegedämmt, die Heizungsanlagen seien ebenso wie die Fenster auf einem modernen Stand, und wir haben inzwischen 50 Prozent der Bäder saniert.“ Kruppki weiter: „Bei Leerstand nehmen wir dafür Geld in die Hand.“

Als „strategisches Ziel“ für die nächsten fünf Jahre will die KSG nach Darstellung von Bartels und Wehrmann ein „zukunftsfähiges Projekt“ vergleichbar mit dem Umbau der Feuerwache in Hameln in Angriff nehmen, um dem Zuzug in die Mittelzentren gerecht zu werden. Bartels: „Dafür wollen wir einen Leuchtturm setzen.“



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