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Marktstudie verzeichnet auch für Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden negativen Trend

Kaufkraft deutlich gesunken

Weserbergland. Wenn es um die Kaufkraft geht, zählen die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden zu den Verlierern. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt haben beide Kreise ein niedrigeres Nievau, in einigen Gebieten sogar ein deutlich niedrigeres Niveau. Das belegt eine aktuelle Marktstudie der cima Beratung und Management GmbH (Lübeck), die sich mit der Pro-Kopf-Kaufkraft in Niedersachsen unter räumlichen Gesichtspunkten auseinandersetzt.

veröffentlicht am 07.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

FElix David
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Auf Basis der Ergebnisse des Statistischen Bundesamts ermittelt die cima jährlich die Verbrauchsausgaben der privaten Konsumenten auf Bundesebene. Mit Rang 7 von 16 belegt Niedersachsen im Ländervergleich hinsichtlich der einzelhandelsrelevanten Pro-Kopf-Nachfrage eine (gute) mittlere Position. Mit 5656 Euro pro Jahr rangiert das Land nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 5668 Euro.

Innerhalb Niedersachsens lassen sich allerdings signifikante regionale Unterschiede feststellen: auf der einen Seite die kaufkraftstarken Räume des südlichen Hamburger und des Bremer Speckgürtels sowie der Großraum Hannover-Braunschweig – auf der anderen Seite weite Teile des ländlichen Raums mit einem unterdurchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraftniveau.

Von den zehn Spitzenplätzen entfallen allein acht auf Einheits- oder Samtgemeinden im Hamburger Umland oder in der Region Hannover, wobei das Hamburger Umland mit fünf Nennungen unter den Top Ten besonders stark aufgestellt ist. In Niedersachsen verfügen die Einwohner Isernhagens (Region Hannover) mit 7005 Euro über die höchste jährliche Pro-Kopf-Kaufkraft (plus 24 Prozent im Landesvergleich). Die letzten zehn Positionen der „Nachfrageleiter“ nehmen bis auf eine Ausnahme Einheits- und Samtgemeinden aus dem ländlich geprägten Westen und Südwesten Niedersachsens ein. Martin Kremming, Partner der cima-Niederlassung Lübeck, ist sich sicher: „Vor allem kleineren Gemeinden und Städten im ländlichen Raum ist oft noch gar nicht bewusst, welchen Einfluss das Pro-Kopf-Kaufkraftniveau auf die Quantität, Qualität und Entwicklungsmöglichkeiten des örtlichen Einzelhandels hat. Wenn beispielsweise geringe Einwohnergröße und niedriges Kaufkraftniveau aufeinandertreffen, ist der Spielraum für ansässige Händler und mögliche Neuansiedlungen gering. Hier sind kreative, auf den Einzelfall zugeschnittene, Handlungsansätze gefragt.“

Der Report zeigt aber auch die Zukunftsperspektive für die niedersächsischen Einheits- und Samtgemeinden sowie Städte ab 15 000 Einwohnern im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung auf. 57 Einheits- und Samtgemeinden müssen sich erhebliche Sorgen machen: Ihre Kaufkraft ist bereits heute unterdurchschnittlich und gleichzeitig liegt die Bevölkerungsprognose unterhalb des Durchschnittswerts für Niedersachsen.

Zu den negativ betroffenen Städten gehören Salzgitter (minus 13,3 Prozent), Hameln (minus 8,9 Prozent), Einbeck (minus 16,3 Prozent) und Cuxhaven (minus 11,8 Prozent). Für Kremming steht fest: „Das Thema der Zukunft ist der Umgang mit den negativen Auswirkungen des demografischen Wandels.“ Daraus resultiere nicht nur ein Druck auf den innerstädtischen Einzelhandel, sondern auch auf das Nahversorgungsnetz. Dezidierte Strategien zum Erhalt und zur Strukturanpassung des innerstädtischen Einzelhandels sowie zur Sicherung der Nahversorgung sind laut Kremming mehr denn je gefragt.



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