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Niedersachsen startet Aktion

Katzen werden für zwei Monate kostenfrei kastriert

WESERBERGLAND. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michaela Dämmrich, startet jetzt gemeinsam mit der Tierärztekammer Niedersachsen eine landesweite Kastrationsaktion für streunende Katzen. Vom 15. Januar bis zum 15. März 2018 können Tierschutzvereine und Tierheime besitzerlose Katzen kostenfrei kastrieren lassen.

veröffentlicht am 10.01.2018 um 17:23 Uhr

200 000 verwilderte Hauskatzen soll es in Niedersachsen geben. Foto: Pixabay
Anschließend werden die Katzen per Mikrochip gekennzeichnet und im Haustierregister registriert. Die Tierarztpraxen bekommen die Kosten auf Antrag erstattet. Die Tierärztekammer Niedersachsen übernimmt die gesamte Abwicklung des Projektes und die Abrechnung mit den Tierarztpraxen. 

„Die landesweite Kastrationsaktion soll helfen, die zukünftigen Populationen verwilderter Katzen einzudämmen und damit das Katzenelend zu verringern. Wir haben es hier mit einem erheblichen Tierschutzproblem zu tun. Deshalb unterstützen wir erstmalig eine Aktion dieser Größenordnung und hoffen auf eine rege Beteiligung“, sagte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. Das Ministerium fördert das Projekt mit insgesamt 200.000 Euro.

„Eine Katze kann zweimal im Jahr bis zu sieben Junge bekommen. Bei unkontrollierter Vermehrung wachsen so schnell Populationen von Hunderten von Katzen heran. Die Kastration ist das einzige wirksame Mittel, um dies zu verhindern“, sagt Uwe Tiedemann, Präsident der Tierärztekammer Niedersachsen. Die Tierärztekammer verwaltet den Förderfonds, in den die Projektmittel fließen. Der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes sowie deren Bundesverband und die Tierschutzorganisation Tasso stocken den Fonds mit weiteren jeweils 15.000 Euro auf. 

Die Kosten für die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung eines weiblichen Tieres betragen 140 Euro, für die eines Katers 85 Euro. Rund zwei Millionen verwilderte Hauskatzen leben aktuell in Deutschland, allein 200.000 davon gibt es in Niedersachsen, so Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes.

red

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