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Nachwuchsorganisation im Landkreis Hameln-Pyrmont gut aufgestellt – aber Erfolg „ist kein Selbstläufer“

„Jugendfeuerwehr ist keine Spaßveranstaltung“

Hameln-Pyrmont (sbr). „Wir kommen auf beachtliche 39 024 Stunden Jugendarbeit – und die fand für die Kinder und Jugendlichen nicht in der Bushaltestelle statt. Das ist Arbeit im sozialen Bereich für den Nachwuchs und die Gemeinschaft“, machte Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit („Korken“) in seinem ersten Jahresbericht deutlich. Nicht nach 100 Tagen, wie eine neue Regierung, sondern erst nach einem Jahr zogen die beiden Neulinge in der Führung der Kreisjugendfeuerwehrwehr, Thomas Kurbgeweit und Thomas Kuhnert als sein Stellvertreter, eine erste, durchaus positive Bilanz. Innerhalb der Feuerwehren im Landkreis Hameln-Pyrmont sind unverändert 75 Jugendfeuerwehren organisiert. „Keine Jugendfeuerwehr musste ihren Dienstbetrieb mangels Jugendlicher oder Betreuer einstellen“, bestätigte Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke. Die Nachwuchsorganisationen der Feuerwehren im Landkreis konnten insgesamt 203 Neuzugänge verzeichnen. Dem gegenüber stehen 74 Übergaben an die Einsatzabteilungen der jeweiligen Stadt- oder Ortswehren sowie 162 Austritte. Damit ergibt sich ein Mitgliederbestand von 896, der sich aus 314 Mädchen und 582 Jungen zusammensetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 33 Jugendfeuerwehrmitgliedern.

veröffentlicht am 04.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Doch es gibt auch Zuwächse zu verzeichnen: Die Gemeindejugendfeuerwehr Coppenbrügge wuchs von 88 auf 96 Nachwuchsbrandschützer. „Hier handelt es sich nur um einen leichten Mitgliederrückgang auf Kreisebene“, bestätigt der Bezirks- und stellvertretende Landesfeuerwehrwart Michael Homann aus überregionaler Sicht. Im Vergleich mit anderen Bezirken sind überdurchschnittlich viele Mädchen aktiv, machte Homann deutlich. Mit den Neugründungen der Kinderfeuerwehren Segelhorst, Rohden, Fischbeck und Bad Münder sind mittlerweile 22 Kinderfeuerwehren mit 336 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren im Landkreis aktiv. 64 Betreuer organisieren Spiel und Spaß für die Blaulichtkids, Feuerbälle und Flammenhopser. Hans-Ulrich Peschka, Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde, zeigte sich beeindruckt angesichts des großen Zuspruchs am Kreisjugendfeuerwehrtag in der Coppenbrügger Sporthalle. Von den 75 Jugendfeuerwehren im Landkreis konnten 62 Abordnungen begrüßt werden. Darüber hinaus hatten zahlreiche Kinderfeuerwehren ihre Betreuer entsandt. „Jugendfeuerwehr bedeutet alles andere als eine Spaßveranstaltung. Brandbekämpfung und Vorbeugung sind Themen von lebenswichtiger Bedeutung. Der Dienst bei der Feuerwehr unterscheidet sich so in bestimmten Punkten von anderen Ehrenämtern. Dieses spannende und lehrreiche Hobby ist Vorbereitung für den Erstfall“, erklärt Peschka. „Ist Jugendfeuerwehr noch modern?“ stellte der stellvertretende Landrat Torsten Schulte die Frage in den Raum, um gleich eine Antwort nachzuliefern. „Ja, denn hier werden für die Zukunft wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt.“ Regierungsbrandmeister Rolf-Dieter Röttger mahnte, dass der Erfolg der Jugendfeuerwehren kein Selbstläufer ist, sondern mit dem Betreuerteam steht und fällt. Dass die sinkenden Mitgliederzahlen im Jugendbereich nicht dem mangelnden Engagement der Jugendfeuerwehrführungen anzulasten seien, betonte Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und fügte an: „Wir steuern diesem Trend mit den Kinderfeuerwehren deutlich entgegen.“ Um besser auf die Wünsche und Anregungen der Jugendlichen eingehen zu können, möchten Thomas Kurbgeweit und sein Führungsteam Jugendforen auf Kreis- und Gemeindeebene stärker in den Blickpunkt der Jugendarbeit in den Feuerwehren rücken.



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