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Bennigserin vertritt Deutschland beim ESC

Jamie-Lee fährt nach Stockholm

Hameln/Köln. Jamie-Lee Kriewitz hat es geschafft: Die 17-Jährige Schülerin aus Bennigsen fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Stockholm. In einem packenden Finale setzte sie sich in Köln gegen neun weitere Acts durch.

veröffentlicht am 25.02.2016 um 22:18 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

Jamie-Lee beim deutschen Vorentscheid zum ESC 2016
Michael Zimmermann

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"Natürlich nehme ich die Wahl an!", verkündete die freudestrahlende Siegerin in der anschließenden Pressekonferenz. "Ich habe unglaublich viel Bock darauf und es ist mir eine Riesenehre, für Deutschland nach Stockholm zu fahren." Mit ihrem Glücksbringer, einem Plüschtier der Disney-Figur "Stitch", auf dem Arm, beantwortete sie geduldig die Fragen der Journalisten - auch auf Englisch. Die nächsten Wochen werde sie fleißig üben und an ihrer Bühnenshow arbeiten. "Ich werde meinem Style treu bleiben“, kündigte sie an. Im Detail seien aber noch Veränderungen zu ihrem Auftritt am Donnerstagabend möglich. Wichtig sei ihr aber, dass die Bühne beim ESC ebenfalls "fantasiereich und auffällig" wird. "Ich mag’s wenn’s viel ist." Neben dem Outfit und der Bühnenshow wolle sie aber vor allem mit ihrem Gesang überzeugen. "Ich glaube, der Song könnte ganz viele Leute berühren und etwas erfrischendes in den Wettbewerb bringen." Wenn es gut laufe, seien Stimme und Song viel mehr Wert als die Inszenierung. Der Unterstützung der Familie ist sie sich sicher: "Die freuen sich immer, wenn ich was Neues zu tun habe, weil mir sonst langweilig wird."

Die Sendung, durch die Moderatorin Barbara Schöneberger gewohnt bissig führte, hatte für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten. Mit einer Bandbreite von Ella Endlich, die mit Helene-Fischer-artigem Schlager-Pop überzeugen wollte, über Ambient-Ethno-Musik der "Mönche" von Gregorian bis hin zu epischen Metalklängen der Band Avantasia, die mit Nebel und Pyrotechnik für Spektakel sorgte, sollte ein möglichst großes Publikum angesprochen werden. In zwei Durchgängen wählten die Fernsehzuschauer ihren Favoriten.

An Startposition 9 kam Jamie-Lee mit Perücke, Plüschtierkopfschmuck und Manga-Schulmädchen-Outfit auf die Bühne des ehemaligen "TV Total"-Studios - dem gleichen Ort, an dem auch Lena Meyer-Landruth 2010 entdeckt wurde. Vor einer Märchenwald-Kulisse mit übergroßem Vollmond wurde sie von vier Background-Sängerinnen bei ihrem Gänsehaut-Song "Ghost" unterstützt. Die 900 Zuschauer im Studio überzeugte sie mit ihrem souveränen Auftritt ebenso wie das TV-Publikum, das sie zunächst per Anruf, SMS oder über die Eurovision-App in die Runde der besten Drei wählte. Neben Avantasia, deren Song "Mystery of a blood red rose" stark nach Meat Loaf klang, und der Friedensballade "Nur ein Lied" des Bayern Alex Diehl durfte sie sich und ihren Song noch einmal präsentieren. In einer packenden Entscheidung setzte sie sich schließlich mit 44,5 Prozent der 1,12 Millionen abgegebenen Stimmen in der Finalrunde durch und eroberte nach "The Voice of Germany" ein zweites Mal die Herzen der Zuschauer. Auf Platz zwei und drei folgten Alex Diehl und Avantasia.

Der 61. Eurovision Song Contest findet am 14. Mai in Stockholm statt. Im vergangenen Jahr gewann der Schwede Mans Zelmerlöw den Wettbewerb, der deutsche Beitrag "Black Smoke" von Ann-Sophie kam mit null Punkten auf den letzten Platz. Auch 2013 und 2014 landete Deutschland nur auf den hinteren Rängen. Mit Jamie-Lee hofft der verantwortliche NDR nun endlich wieder eine Platzierung unter den ersten Zehn zu erreichen. 



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