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Chef der Arbeitsagentur Hameln erwartet auch für 2019 neue Jobs und sinkende Erwerbslosigkeit

Jahresbilanz 2018: Mehr Stellen im Weserbergland

HAMELN. „Robust und fortwährend stabil“ – so beschreibt Gerhard Durchstecher den Arbeitsmarkt des Weserberglandes im Jahr 2018. Die Beschäftigung in der Region sei kontinuierlich gestiegen, freut sich der Chef der Arbeitsagentur Hameln. Mit knapp 120 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt sei im Agenturbezirk Hameln ein Rekord erreicht worden. Gleichzeitig sei die Zahl der Arbeitslosen erfreulich zurückgegangen.

veröffentlicht am 28.01.2019 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 28.01.2019 um 19:40 Uhr

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Die Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit belief sich 2018 im Arbeitsagenturbezirk, der von Stadthagen bis nach Holzminden reicht, durchschnittlich auf 16 364 Köpfe, das waren 437 weniger als im Jahr davor. Die Unterbeschäftigtenquote liegt bei 8,3 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als 2017. Betroffene, die an einer Maßnahme der Arbeitsförderung teilnehmen oder einen Sonderstatus haben, etwa wegen kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit, werden nicht als Erwerbslose gezählt, fließen aber in der Statistik im Bereich der Unterbeschäftigung ein. Auch Zuwanderer, die sich in Sprachkursen befinden, sind dort erfasst. Im Jahresdurchschnitt waren im Oberweserraum offiziell 12 034 Menschen als arbeitslos registriert, 3,0 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank von 6,4 auf 6,2 Prozent. Um 3808 (2017: 4052) Kunden kümmerte sich die Arbeitsagentur. Die Entwicklung bei den überwiegend von den Jobcentern betreuten Langzeitarbeitslosen ist ebenfalls positiv: Ihre Zahl sank über das Jahr betrachtet von 4570 auf 4362. Insgesamt haben die Jobcenter im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln 8226 (8331) Bedürftige in der Datei.

62,4 Prozent der Bevölkerung im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 bis unter 65 Jahren. Im Juni 2018 waren davon 119 687 Bewohner sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies eine Zunahme um 2,2 Prozent. Im Jahr 2018 wurden der Arbeitsverwaltung 10 805 Stellen zur Besetzung gemeldet; 2017 waren es 11 239 Stellen gewesen. Der Bestand an Arbeitsstellen hat sich im Jahresdurchschnitt um 6,9 Prozent auf 3271 erhöht. Im Weserbergland zeige sich eine weiter wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften, heißt es. Im Agenturbezirk werden sozialversicherungspflichtige Stellen – ohne Helfertätigkeiten – im Jahresschnitt über alle Branchen hinweg innerhalb von 111 Tagen besetzt, ein wenig besser als der niedersächsische Durchschnitt von 118 Tagen. Im vergangenen Jahr haben insbesondere die Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im verarbeitenden Gewerbe nach Mitarbeitern gesucht. Laut Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit weiter abnimmt. „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass im Jahresdurchschnitt 122 300 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen werden“, sagt Durchstecher. Die Vorausschau sieht im Mittel 7,4 Prozent weniger Arbeitslose. Damit blieben im Jahresdurchschnitt rund 11 200 Menschen ohne Erwerbstätigkeit. Der Agentur-Geschäftsführer betont: „Eines unserer Hauptaugenmerke liegt auf der Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit. Die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes sind günstig, um diesen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Ein entscheidender Ansatz zur Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Es gebe zusätzliche Möglichkeiten, um für Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt zu schaffen.



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