weather-image
24°

Jagdsteuer soll wieder gesenkt werden

Hameln-Pyrmont (HW). Im Jahr 2007 erst hatte der Kreistag die Erhöhung der Jagdsteuer von zehn auf 15 Prozent beschlossen. Nun soll sie wieder auf zehn Prozent gesenkt werden, beschlossen gestern die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen. Während sich die Sozialdemokraten enthielten, versagte Fritz Rieger der Verwaltungsvorlage die Gefolgschaft.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln-Pyrmont (HW). Im Jahr 2007 erst hatte der Kreistag die Erhöhung der Jagdsteuer von zehn auf 15 Prozent beschlossen. Nun soll sie wieder auf zehn Prozent gesenkt werden, beschlossen gestern die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen. Während sich die Sozialdemokraten enthielten, versagte Fritz Rieger der Verwaltungsvorlage die Gefolgschaft. Der Vertreter der Unabhängigen wollte sich dem Druck der Kreisjägerschaft nicht beugen, die mit der Erhöhung der Jagdsteuer die bis dahin freiwillig und kostenlos geleistete Beseitigung des bei Unfällen verendeten Wildes auf den Straßen im Landkreis Hameln-Pyrmont eingestellt hatte. Die Folge: Die Kreisverwaltung musste fortan für die Entsorgung der Kadaver aufkommen, was allein für die Kreisstraßen Kosten in Höhe von jährlich rund 25 000 Euro anfallen ließ. Für die Beseitigung des Fallwildes auf Landes- und Bundesstraßen müssen pro Jahr weitere 40 000 Euro aufgebracht werden. Hinzu kommen die Entsorgungskosten für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden mit weiteren 15 000 Euro, wogegen durch die Jagdsteuer-Erhöhung Jagdsteuer nur 30 000 Euro in die Kreiskasse fließen.
 Heinrich Fockenbrock (FDP) sprach deshalb von einem Eigentor, das ein Minusgeschäft mit sich gebracht habe. Rieger jedoch bezeichnete den Beschluss als „erbärmlich“. Es werde so getan, „dass sich Jäger keine Scheibe Brot mehr kaufen können“, meinte der Unabhängige und beklagte, dass sich „die Politik nun dem Druck der Jäger beugt.“ Gleichzeitig schlug er vor: „Wer eine Jagd übernimmt, sollte dazu verpflichtet werden, verunfalltes Wild zu entsorgen“. Dem hielt Fockenbrock entgegen, dass der Landkreis auch eine Verkehrssicherheitspflicht zu erfüllen habe. „Deshalb ist die Senkung der Jagdsteuer und das Ausgleichen eines Fehlers nur zu begrüßen“, betonte der Liberale.
 Die endgültige Entscheidung über die Senkung der Jagdsteuer wird nun im Kreistag fallen. Stimmt auch dieses Gremium zu, wird die neue Satzung zum 1. April kommenden Jahres in Kraft treten und die Kreisjägerschaft wieder die Entsorgung des Fallwildes im Landkreis Hameln-Pyrmont übernehmen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare