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Experte untersucht Belastungen des Bodens und erarbeitet Sanierungsplan

Jagdparcours: Das Aus ist beschlossen

Eldagsen. Es gibt kein Zurück mehr: Laut eines Sprechers der Betriebsleitung der Landesjägerschaft steht das Aus für den Jagdparcours in der Nähe der Holzmühle fest. „Das steht nicht zur Diskussion“, sagt Stefan Fenner auf Anfrage dieser Zeitung. Demnach wurden Anfang des Jahres lediglich Verhandlungen über die Modalitäten des Rückbaus geführt. Über einen möglichen Neubau der Schießanlage sei dabei nicht gesprochen worden. Tatsächlich gab es demnach seit Jahresbeginn zwei Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der Landesjägerschaft und der Betriebsleitung von Landesforsten. Ziel der Gespräche war es laut Fenner, eine Lösung zu finden, wie das Gelände wieder renaturiert werden kann. „Da fand jahrelang Schießbetrieb statt, das hinterlässt natürlich Spuren“, sagt er. Insbesondere die Schrotmunition, die für Schüsse auf Flugscheiben (Trap und Skeet) verwendet wird, habe zu Belastungen des Bodens geführt. Darüber, ob und wie der Untergrund gesäubert werden kann und muss, gab es zwischen den Gesprächsteilnehmern offenbar zunächst Kontroversen.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:09 Uhr

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite
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Eine Lösung gibt es offenbar noch nicht – aber zumindest haben sich beide Seiten darauf verständigt, einen Gutachter zu beauftragen. „Der prüft derzeit den Sachstand auf dem Gelände“, sagt der Landesforsten-Sprecher. Zudem erarbeite der Gutachter im Einvernehmen mit der Landesjägerschaft einen Sanierungsplan für das ehemalige Schießgelände. Der Plan muss anschließend bei der Bodenschutzbehörde des Landes Niedersachsen vorgelegt werden, die ihn auch genehmigen muss.

Wann und wie die Gebäude und die Schießanlagen mit Bahnen, Zielscheiben, aber auch möglichen Altlasten im Boden, endgültig abgebaut werden, steht indes noch nicht ganz fest. „Es ist unser fester Wille, dass wir das Gelände noch in diesem Jahr säubern können“, sagt der Landesforsten-Sprecher.

Gegen die Schließung des Jagdparcours hatten bereits im vergangenen Jahr heimische Jäger protestiert. Unter anderem hatten sie mit einer Unterschriftenaktion im Internet Kritik an der Kündigung des Pachtvertrages geäußert. Tenor des Protests war, dass die heimischen Jäger nach der Schließung der Anlage nicht mehr genug Trainingsanlagen für jagdliches Schießen in erreichbarer Nähe hätten. Im Juni vergangenen Jahres hatte sich bereits der Trägerverein des Jagdparcours offiziell aufgelöst.



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