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Internationale Betrügerbande schröpft Aussiedler

Braunschweig/Hannover/Hameln (red). Eine international agierende Betrügerbande hat sich darauf spezialisiert hat, ältere Aussiedler mit sogenannten Schockanrufen um ihr Erspartes zu bringen.

veröffentlicht am 28.12.2012 um 14:27 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

Blaulicht Feuerwehr Polizei
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Pro Woche gibt es nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes (LKA) inzwischen allein in Niedersachsen 30 bis 40 entsprechende Betrugsversuche. In vielen Fällen sind die Gauner mit der Masche erfolgreich, sagt LKA-Sprecherin Anke Smug. Nun gelang der Polizei ein neuer Schlag gegen die Betrüger: In Braunschweig wurde ein 21-Jähriger festgenommen, der Mitglied der Bande sein soll, die mit diesem Trick in den vergangenen Monaten immer wieder Geld ergaunerte.

 Überführt wurde der Betrüger durch einen 52-Jährigen, der Weihnachten einen Anruf erhielt, sein Sohn habe einen Unfall verursacht, man könne sich aber gegen Zahlung von 22 000 Euro ohne Polizei einigen. Der 52-Jährige wurde sofort misstrauisch, da sein Sohn kein Auto fährt. Er ließ sich jedoch zum Schein auf den Handel ein und alarmierte die Polizei. Als der 21-Jährige dann bei ihm auftauchte, um das Geld abzuholen, versuchte er, den Betrüger bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Der Mann konnte jedoch zunächst flüchten, aber er vergaß seine Tasche mit Hinweisen auf seine Person in dem Taxi, mit dem er gekommen war. So gelang es der Polizei, ihn im Braunschweiger Bahnhof festzunehmen.

 

Die Täter suchen sich nach Erkenntnissen der Ermittler als Opfer zumeist ältere Menschen aus, die kaum deutsch sprechen. Zuletzt waren aus der früheren Sowjetunion stammende Menschen in den Landkreisen Nienburg und Diepholz von den Betrügern angerufen worden. Eine 61-jährige Frau, bei der sich ein Anrufer als Sohn ausgab, der wegen einer Lippenverletzung kaum sprechen könne, übergab einem angeblichen Anwalt 6600 Euro. Auch in vielen anderen Orten Niedersachsens, darunter in Göttingen, Northeim, Uslar, Einbeck und Hameln, waren die Betrüger erfolgreich. Es gebe keine genaue Daten darüber, in wie vielen Fällen die Opfer gezahlt hätten, hieß es vom LKA.

 Das Landeskriminalamt geht davon es, dass es eine große Dunkelziffer gibt: Die Opfer selbst zeigten die Betrügereien nur selten an, auch weil sie in ihrer Heimat häufig schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben, sagte die Sprecherin. Zumeist erfahren die Ermittler von den Gaunreien nur, wenn deutschsprachige jüngere Verwandte der Opfer sich bei der Polizei melden.



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