weather-image
24°
Verwaltung will Totalunternehmer: Heimische Betriebe können als Subunternehmer beteiligt werden

Informelles Treffen wegen Selbert-Schule

HAMELN-PYRMONT. Im Vorfeld der Kreistagssitzung am kommenden Dienstag ist offenbar noch nicht klar, wie es mit dem geplanten Neubau der Elisabeth-Selbert-Schule auf dem Gelände der ehemaligen Linsingenkaserne an der Hamelner Süntelstraße weitergeht. Nach Informationen der Dewezet soll Dienstagabend noch einmal hinter verschlossenen Türen erörtert werden, wer das rund 50 Millionen Euro teure Projekt federführend planen wird.

veröffentlicht am 08.01.2018 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 08.01.2018 um 20:26 Uhr

270_0900_76441_hm108_Linsingen_Kaserne_wfx_1206.jpg
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Übernimmt ein sogenannter Totalunternehmer die Gesamtverantwortung für die Planung und den Bau der Schule? Oder sollen die Planungen, inklusive einzelner Auftragsvergaben, im Kreishaus selbst durchgeführt werden? In letzterem Fall dürften sich die heimischen Handwerksbetriebe wohl größere Hoffnungen machen, bei Ausschreibungen für anstehende Arbeiten an dem Neubau auch erfolgreich zu sein.

An dem informellen Gespräch im Kreishaus nehmen dem Vernehmen nach neben Landrat Tjark Bartels Mitglieder des Kreistags und Vertreter des heimischen Handwerks teil.

Die Pressestelle im Kreishaus hat den Termin bestätigt, es handele sich um eine nichtöffentliche „Infoveranstaltung“. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass die Kreishandwerkerschaft heute Abend noch einmal ihre Sicht der Dinge verdeutlichen will.

Im Zentrum steht dabei vermutlich die Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie des Planungsbüros Sikma, die vor kurzem vorgestellt wurde. Die Planer kommen darin zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten für den Neubau im Falle eines Totalunternehmers zwischen 5,8 und 7,1 Millionen Euro geringer ausfallen. Dazu würde sich laut Sikma die Bauzeit im Vergleich zur landkreiseigenen Vergabe von Einzelgewerken um etwa ein Jahr verringern.

Eigentlich sollte die Angelegenheit schon in der letzten Sitzung des Kreistags im Dezember entschieden werden; die Selbert-Schule wurde da aber kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen. Begründung: weiterer Beratungsbedarf in den Fraktionen.

Die Befürchtung, dass das heimische Handwerk bei der Beauftragung eines Totalunternehmers möglicherweise nicht ausreichend zum Zuge kommt, will man im Kreishaus nicht unbedingt gelten lassen. Mit der Einbeziehung des Totalunternehmers werde verwaltungsseitig „auch eine Chance für das heimische Handwerk gesehen, als Subunternehmer bei der Realisierung des Bauprojektes zum Zuge zu kommen“, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage für kommenden Dienstag.

Die Kreisverwaltung betont darin auch, dass mit einem Totalunternehmer „keine bewusste Ausgrenzung des örtlichen Handwerks“ beabsichtigt sei – zumal die Vergabevorschriften „gar keinen Spielraum für eine örtliche Präferenz“ zuließen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare