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Grüne Oasen oder geheime Orte: Bund für Umwelt und Naturschutz lädt zum Blick über den Zaun

In diesen Gärten sind Gäste gern gesehen

Hameln-Pyrmont (git). Am Sonntag ist es soweit, das heimische Erfolgskonzept „Tag des offenen Gartens“, das die Kreisgruppe Hameln-Pyrmont des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) als nichtkommerzielle Aktion organisiert, startet zum ersten von zwei Terminen. Der Eintritt für diesen unkomplizierten Besuch auf fremdem Terrain ist wie immer frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Die Besucher können sich viele neue Anregungen mitnehmen, wie sie die Vielfalt und Lebendigkeit in ihrem eigenen Garten noch steigern können“, sagt Gartentags-Organisator Christian Weidner vom BUND. Weidner ist überwältigt von der großen Resonanz von 30 Gartenbesitzern, die sich beteiligen wollen.

veröffentlicht am 06.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Wer sich vom Zauber eines naturbelassenen Gartengrundstücks einfangen lassen möchte und wen der Kontrast eines nahezu verwilderten Gartens zu einem gepflegten Hausgarten interessiert, ist in diesem Jahr auf der BUND- Wildniswiese am Basberg oder bei Eva Maria Kostros und Olaf Lunte in Afferde genau richtig. Bei dem ersten Grundstück erwartet den Besucher ein Wiesenspaziergang, mit oder ohne Führung, auf frisch gemähten Pfaden. Dort kann der vielfältigen Vogelwelt gelauscht werden, der Fledermausnistkasten begutachtet werden. Die ehemalige Streuobstwiese ist inzwischen mit vielen alten Obstsorten neu bestückt worden, ohne den Charme der zurückgekehrten Wildnis verloren zu haben. Der Umweltverband betreut das Grundstück seit 2005 durch behutsames Eingreifen in die Natur. „Es ist ratsam, den Minidschungel mit festen Schuhe und geeigneter Beinbekleidung zu betreten“, empfiehlt Umweltschützer Thomas Hülsen. Beim zweiten naturbelassenen Grundstück können Teilnehmer am alten Mühlengraben zum historischen Afferder Wehr spazieren. Beides sind Orte, die durch eine scheinbar längst vergessene Welt führen und die sonst nicht so ohne weiteres der Öffentlichkeit zugänglich sind. Es sind grüne „Oasen“, die sich demjenigen preisgeben, der sich auf sie einlassen kann. Etwas Spirituelles hat es sicherlich auch, unter einem der uralten Bäume auf den rund zwei Kilometer langen verschlungenen Wiesenpfaden des rund 15 000 Quadratmeter großen Areals der BUND-Wildniswiese hindurchzuwandern. Oder aber sich von Eva-Maria Kostros und Ralf Lunte erklären zu lassen, wo die Afferder Jugend wohl vor 60 Jahren gebadet haben könnte. In Afferde hat sich das Hobbykünstlerpaar nicht nur über die Geschichte der Mühle schlaugemacht, das Paar lädt außerdem ein, in dem von ihnen zum Atelier ausgebauten Teil des Mühlengebäudes hereinzuschnuppern. Auf Garteninteressierte warten in diesem Jahr am 10. Juni und 8. Juli Gärten, die vom Ausgangspunkt Hameln in einem Radius von maximal 30 Kilometern erreichbar sind. Wer einige Gärten in netter Gemeinschaft erradeln möchte, kann sich gegen einen kleinen Obolus am 10. Juni der Sonntagsradtour des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs anschließen. Abfahrt ist um 10 Uhr an der Pfortmühle. Das Tempo ist gemütlich und für Freizeitradler und Familien geeignet. Die Strecke führt zu den Gärten in Groß Berkel und Frenke. „Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann weiter mitfahren und die Gärten in Afferde und Rohrsen besuchen“, lädt Horst Maler (ADFC) ein. Die gesamte Fahrtstrecke beträgt laut Maler rund 45 Kilometer. Das Programm kann auf der Internetseite des BUND heruntergeladen werden. Die gedruckten Flyer sind im Natur- und Umweltzentrum am Berliner Platz erhältlich.

Am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet: Hameln: BUND-Wildniswiese, „Hasenbreite“ (Anfahrt über Knabenburg in Richtung Bismarckturm); Haverbeck: H. Nagel Haverbecker Straße 32; Holtensen: C. Voigt Hainholzstraße 6; Welliehausen: S. Burkowsky, Reekeweg 1; Afferde: E-M. Kostros und O. Lunte, Am Mühlenhof 2; Rohrsen: H. und B. Hoffmann, Rohrser Breite 23. Salzhemmendorf: Oldendorf: S. und R. Brockmann, Bahnhofstraße 45, P. Krause-Wloch, Dorfstraße 16a; Wallensen: H. Herzberg und B. Sander, Angerstraße 64. Bad Pyrmont: N. Nagel, Auf dem Fohre 3a; Frau Tödtmann, Bürgermeister-Hilker-Straße 16; Neersen: E. und E. Thielke, Neersen 82. Hessisch Oldendorf: Friedrichsburg: H. Meier, Friedrichsburger Straße 11; Lachem: A. und F. Rekate-Plasser, Lachemer Dorfstraße 30. Bad Münder: Flegessen: M. und G. Brandes, Im Rauhen Busch 6. Aerzen: Groß Berkel: D. Schirmag, Kastanienwall 2; Dehrenberg: U. Frieler, Zur Steinkuhle 5. Emmerthal: Frenke: M. Birke, Am Thie 4; Völkerhausen: Fam. Wesemann, Völkerhausen 3. Coppenbrügge: Dörpe: K. und D. Altschwager, Dörper Straße 17, M. Ratsak, C. H. Fricke, Dörper Straße 21 a, C. Mücke, Dörper Str. 45a; Harderode: Fam. Vahlbruch, Harderoder Straße 28; Harderode: H. und G. Unger, Tiefer Weg 10. Bodenwerder: Kirchbrak: Rittergut Westerbrak, von Grone, Westerbrak 10.



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