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Ein Monat neuer Standort – Altenpflege-Schulleiterin gibt Ausblick

„In der Regel bekommt jeder einen Job“

Hameln. Ulrike Bäßler ist angekommen. In ihrem Büro an der Ohsener Straße steht ein Schreibtisch, der auf jede Menge Organisationsarbeit schließen lässt, eine Stellwand neben der Tür sorgt für ein Mindestmaß an Privatsphäre, sogar eine Zimmerpflanze hat bereits Einzug erhalten in das neue Arbeitszimmer der Schulleiterin des Bildungszentrums für Pflegeberufe Weserbergland. Sechs Wochen ist es her, dass die neue Bildungseinrichtung – ein Zusammenschluss aus der Altenpflegeschule Emmerthal und der Altenpflegeschule der Julius-Tönebön-Stiftung – in ihren neuen Räumen im 2. Obergeschoss des VHS-Gebäudes ihre Arbeit aufgenommen hat. Seit dem 6. Januar bilden hier acht hauptamtliche und 24 nebenamtliche Lehrer 177 Altenpfleger aus.

veröffentlicht am 14.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Mit dem Zusammenschluss, sagt Bäßler, wollen beide Schulen „auf die Anforderungen des Marktes qualifizierter und flexibler reagieren“. „Das heißt vor allem: Wir wollen nicht um Bewerber konkurrieren“, erklärt die Schulleiterin. Denn der branchenübergreifende Trend, dass seit 2007 immer weniger junge Menschen eine Ausbildung beginnen, macht sich auch in der Altenpflege bemerkbar. „Die Bewerberzahlen gehen stark zurück, zugleich sind aber immer mehr alte Menschen auf ambulante oder stationäre Pflege angewiesen“, sagt Bäßler.

Die Gründe für den Nachwuchsmangel sieht die Emmerthalerin vor allem in den Rahmenbedingungen: Viele Einrichtungen haben in den letzten Jahren die Trägerschaft gewechselt, sind nicht mehr an öffentliche Tarife gebunden und entlohnen die körperlich anstrengende Arbeit schlecht. Hinzu kommen oft unregelmäßige Dienstpläne, „die mangelnde Kontinuität ist ebenfalls ein Hindernis“, sagt Bäßler.

Um dem Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegenzuwirken, will das Bildungszentrum für Pflegeberufe künftig verstärkt auf Fort- und Weiterbildungen setzen: „Wir nehmen diesen Bereich fest in unser Schul-Repertoire auf“, sagt Bäßler. Anbieten will die Pflegeschule noch in diesem Jahr Weiterbildungen für das mittlere Management, die unter anderem für die Wohnbereichsleitung qualifizieren sowie Praxisanleiter-Qualifikationen und regelmäßige Schulungen für Betreuungskräfte. „Im nächsten Jahr soll noch eine gerontopsychiatrische Fachweiterbildung hinzukommen“, sagt Bäßler. Zudem wird es sogenannte Grundqualifizierungs-Bausteine für Wieder- und Quereinsteiger geben. Bäßler: „Für diese Gruppe, vor allem auch für ältere Quereinsteiger, ist die Altenpflege ein attraktives Beschäftigungsgebiet, denn es bekommt in der Regel jeder einen Job.“



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