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Nach Mord an Familienvater: Betrunkener legt in Kneipe „Geständnis“ ab – und streitet später alles ab

„Ich war das mit dem Uwe“

Bad Münder. Unter Tränen hat ein 39 Jahre alter Mann aus Bad Münder zwei Gästen einer Kneipe gebeichtet: „Ich war das mit dem Uwe.“ Als die Frau und der Mann nachfragten und feststellten, dass sich die Aussage auf den Mord an Uwe H. (54) bezog, erschraken sie. Der stark alkoholisierte Münderaner wurde nach Informationen der Dewezet am Freitagabend von Polizeibeamten in seiner Wohnung an der Osterstraße vorläufig festgenommen und der Mordkommission übergeben.

veröffentlicht am 02.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

VON ULRICH BEHMANN
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Kriminaltechniker suchten noch in der Nacht nach Spuren und Beweismitteln.

Nach seiner Ausnüchterung wurde der 39-Jährige vernommen. Bei der Polizei legte der Tatverdächtige jedoch kein Geständnis ab; er bestritt gegenüber den Ermittlern, etwas mit dem gewaltsamen Tod des dreifachen Vaters zu tun zu haben. Für die Beamten ist der 39-Jährige kein Unbekannter. „Er ist von uns bereits im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt überprüft worden, ohne dass jedoch ein Tatverdacht gegen ihn begründet werden konnte“, sagte gestern ein Mitglied der Mordkommission. Da bislang keine belastenden Beweise gefunden werden konnten, sei der Mann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover am Samstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Unklar ist, warum er in der Gaststätte gesagt hat, er sei „das mit dem Uwe“ gewesen. Die Ermittlungen dauern an. Die Mordkommission müsse nun die Auswertung der gesicherten molekularbiologischen Spuren (DNA) abwarten, hieß es am späten Abend.

Fakt ist: Die Polizei hat jetzt zwei Tatverdächtige. Bereits am 14. August hatte die Mordkommission einen Bekannten (45) des Mordopfers in Bad Münder vorläufig festgenommen. Gegen diesen Mann besteht nach wie vor ein einfacher Tatverdacht. Am Abend zuvor war die Leiche von Uwe H. neben einem Fußweg an der Langen Straße gefunden worden. Gerichtsmediziner sprechen von „massiver Gewalteinwirkung gegen Hals und Kopf“.

Eine am 22. August im Hausmüll entdeckte Hose mit Anhaftungen von Blut wird immer noch im Landeskriminalamt Niedersachsen untersucht (wir berichteten). Wann erste Ergebnisse aus dem DNA-Labor vorliegen, kann derzeit niemand sagen. „Molekularbiologische Analysen dauern leider etwas länger“, hieß es auch gestern wieder.



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