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Hamelner THW bleibt vorerst hier – möglicher Einsatz in norddeutschen Elbe-Gebieten

Holzmindener helfen Hochwasseropfern

Weserbergland. Das Panzerpionierbataillon 1 der Bundeswehr aus Holzminden ist inzwischen im Hochwassereinsatz: Oberstleutnant Kay Schuhmacher und 300 Soldaten aus der Pionierkaserne sind gestern nach Sachsen berufen worden. Rund um Leipzig, wo viele Deiche zu brechen drohen und die Dämme die Wassermassen kaum noch halten können, helfen die Pioniere bei der Evakuierung von Anwohnern.

veröffentlicht am 04.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:37 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Die Panzerpioniere aus Holzminden sind seit gestern im Bereich Riesa unterwegs, um zu helfen und alles gegen die Fluten zu tun. Das Hochwasser der Elbe bedroht die Menschen in Sachsen, die von den Panzerpionieren evakuiert werden. „Wir holen die Leute aus ihren Häusern raus, die von Wasser umgeben sind.“ Da normaler Straßenverkehr nicht mehr möglich ist, haben die Holzmindener Soldaten einen Shuttle-Service eingerichtet. Die meisten Pioniere kämpfen direkt an der Hochwasserfront, stapeln Sandsäcke und sichern Deiche. In den nächsten Tagen werden weitere Soldaten aus Holzminden nach Sachsen verlegt. „Wir werden die weitere Entwicklung genau beobachten und entsprechend weitere Soldaten in den Einsatz bringen.“ Das Innenministerium in Dresden rechnet weiter mit rasant steigenden Pegelständen der Elbe. Derzeit drücken die Wassermassen aus Tschechien die Elbe immer weiter ins Land. Es werde noch sehr kritische Situationen geben, befürchten die Behörden.

Der Hamelner Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) ist indes bislang in keinen offiziellen Bereitschaftszustand versetzt worden. „Die Hamelner Einheiten sind vorerst vorgesehen für den Weser-Aller-Bereich“, sagt Hamelns Ortsbeauftragter Tobias Tasler. Dass auch Hamelner THW-Helfer per Einsatzbefehl an die Elbe gerufen werden, schließt Tasler nicht aus: „Wenn, dann aber eher in Norddeutschland – es ist schwer absehbar, in welchem Umfang die Wassermassen aus Dresden im Norden ankommen.“ Die Hochwassersituation, das hätten die Hochwasserjahre 2002 und 2007 gezeigt, könne sich schnell ändern. „Außerdem kann auch hier, an der Weser, jederzeit ein Deich brechen“, sagt Tasler, „wir halten uns also bereit.“ Begründeten Anlass zu der Sorge, Hameln-Pyrmont könnte in ähnlichen Fluten versinken wie die Städte an Donau und Elbe, besteht laut Niedersächsischem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zurzeit jedoch nicht: „Auch die Weser führt Hochwasser, am Werra-Pegel ,Letzter Heller‘ kurz vor Hannoversch Münden, in Hannoversch Münden selbst und in Karlshafen ist sogar die Meldestufe drei erreicht, das heißt, hier kann es zu großflächigen Überschwemmungen kommen“, teilt Herma Heyken vom NLWKN gestern im Gespräch mit der Dewezet mit. Das Weserwehr werde noch mindestens eine Woche lang im Hochwasser versinken, bevor sich die Lage entspanne. Der Pegel in Hameln lag gestern Nachmittag bei 5,12 Meter.

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