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Ekaterini Heindorf aus Bad Münder zur ersten Vorsitzenden gewählt

Hohe Erwartungen an den Migrationsrat

Hameln-Pyrmont. „Ich freue mich, dass sich heute der neue Migrationsrat des Landkreises Hameln-Pyrmont konstituiert. Und ich freue mich auf Gespräche und die Zusammenarbeit mit Ihnen.“ Landrat Tjark Bartels hielt gestern Abend im Kreishaus keine großen Reden, sondern ließ das neue Gremium gleich in die Tagesordnung einsteigen. Wichtigster Punkt zu Beginn: die Wahl einer oder eines Vorsitzenden. Bei Stimmengleichheit entschied das Los gegen den Integrationsbeauftragten Dr. Feyzullah Gökdemir und für die aus Griechenland stammende Ekaterini Heindorf (Bad Münder), die gemeinsam mit ihrer Tochter ein Altenheim betreibt. Zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Migrationsrat die aus Tadschikistan stammende Lydia Hoffmann (Hameln), die selbst als Integrationsberaterin für erwachsene Spätaussiedler arbeitet. Zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Gökdemir gewählt, den das Gremium auch in den Beirat des Sana-Klinikums entsandte. Der Migrationsrat hat in allen Fachausschüssen und im Kreistag Antrags- und Mitberatungsrecht und wählte auch für alle Gremien ein verantwortliches Mitglied samt Stellvertreter.

veröffentlicht am 29.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Die Ziele seiner Arbeit hat der Kreistag in einer Satzung festgelegt. „Der Kreistag hat hohe Erwartungen an Sie“, erklärte Kreisrätin Petra Broistedt gestern Abend. „Aber er erwartet von Ihnen nicht, dass Sie alle Punkte, die in der Satzung aufgeführt sind, schon im ersten Jahr Ihrer Tätigkeit abarbeiten.“ Das werde kaum möglich sein. Lieber sei es der Kreisverwaltung und den Politikern, wenn der Migrationsrat bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2016 kontinuierlich und engagiert arbeite.

Auf Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit legte sich der Migrationsrat gestern noch nicht fest. Beschlüsse dazu sollen auf der nächsten Sitzung gefasst werden. In der Satzung heißt es zu den Zielen unter anderem, der Migrationsrat solle im Landkreis „ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen“ fördern, das von Offenheit, Toleranz, gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung gekennzeichnet sei. Verbessern und unterstützen solle er die „Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund“, um ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Er solle interkulturelle Begegnungen schaffen, interreligiöse Arbeit unterstützen, beim „Abbau von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung“ mitwirken und den interkulturellen Dialog fördern. Außerdem soll der Migrationsrat durch vielerlei Maßnahmen künftig eine „bildungsgestützte Integration“ ermöglichen und den Abbau von Bildungshemmnissen für Menschen mit Migrationshintergrund vorantreiben.

Der neue Integrationsrat des Landkreises Hameln-Pyrmont mit seiner Vorsitzenden Ekaterini Heindorf (Mitte), und den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Lydia Hoffmann (rechts neben ihr) und Dr. Feyzullah Gökdemir (dahinter) sowie Landrat Tjark Bartels. wft



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