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„Einer meiner größten Funde“

Hobby-Archäologe gräbt in Minden Schwert aus der Bronzezeit aus

MINDEN/AHNSEN. „Das ist bislang einer der größten Funde, die ich gemacht habe“, sagt Daniel Bake aus Ahnsen. Am Sonntag stieß der Hobby-Archäologe auf Mindener Stadtgebiet auf ein Schwert aus der Bronzezeit – ein Zeitraum von 2200 bis 800 vor Christus. Zurzeit wird das rund 60 Zentimeter lange Objekt in der Bielefelder Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen aufbewahrt.

veröffentlicht am 01.08.2017 um 16:39 Uhr
aktualisiert am 04.08.2017 um 21:20 Uhr

Daniel Bake ist als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologen oft auf Mindener Stadtgebiet unterwegs. Foto: MT

Autor:

Stefan Koch
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Bake meint, dass die Waffe zu Lebzeiten ihres Eigentümers stark beansprucht worden sei, da die Klinge erhebliche Abnutzungsspuren aufweise. Vermutlich sei dieser nach seinem Tod verbrannt worden, weil sich nur 40 Zentimeter neben der Fundstelle des Schwertes Brandreste im Boden befunden hätten. Neben der Waffe als mutmaßlicher Grabbeigabe seien auch Knochenreste, ein Trinkbecher aus Keramik sowie ein weiteres Gefäß im Boden gewesen, meint Bake. Des Weiteren sei Goldschmuck gefunden worden.

Hauptberuflich verdient der 30-Jährige als Anlagenmechaniker sein Geld. Seit 2012 ist er für die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe als freier Mitarbeiter tätig. Im Auftrag der Behörde erkundet er mögliche Bodendenkmäler per Augenschein oder Sonde. Als er am Sonntagmittag Boden abtrug und dabei auf das Schwert stieß, ließ er die Fundstelle ruhen und verständigte den Bereitschaftsdienst des LWL, der unverzüglich den Bodenfund sicherte.

Nicht zum ersten Mal ist Daniel Bake auf ein spektakuläres Objekt gestoßen. Als er auf einen Halsring – ebenfalls aus der Bronzezeit – stieß, war dies ein für das Bundesland Nordrhein-Westfalen einmaliger Fund. Auch eine Goldmünze aus der Zeit der Spätantike grub er aus. Daneben fanden sich Pfeilspitzen aus der Zeit der Trichterbecherkultur – ein Abschnitt der Jungsteinzeit von 4200 bis 2800 vor Christus. Warum er in seiner Freizeit auf die Suche geht? „Ich habe ein Interesse an Geschichte, dabei steht die Rettung der Objekte im Vordergrund.“

Nicht ohne Weiteres dürfen sich Privatpersonen auf die Suche mit einem Metalldetektor begeben. Der 30-Jährige hatte eine Genehmigung bei der Oberen Denkmalbehörde mit Sitz in Detmold. Auch einen Nachweis über die ehrenamtliche Mitarbeit beim LWL sollten Hobbyarchäologen in der Tasche haben. Wer auf eigene Faust mit Spaten und Sonde unterwegs ist, muss mit einer Ahndung seines Handelns rechnen. Ohnehin bereiten illegale Schatzsucher den LWL-Archäologen Sorgen, weil sie Fundstellen heimsuchen und Bodendenkmäler zerstören. Aus diesem Grund ist im Artikel der genaue Fundort des Schwertes auf Mindener Stadtgebiet nicht genannt. Vor Ort war von der Grabungsleitung zu erfahren, dass mit Pressemitteilungen erst nach einer Bearbeitung des Bodendenkmals zu rechnen sei. Geregelt ist auch, in welcher Form die archäologischen Objekte im Eigentum des Finders verbleiben. Grundsätzlich meldet Bake jeden Fund an den LWL. Die Archäologen entscheiden.

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