weather-image
18°
Nasskühler September, durchschnittlicher Oktober, feuchtmilder November

Herbsttrend: Echter Altweibersommer außer Sicht

WESERBERGLAND. Kaum waren die letzten warmen Augusttage rum, da stürzten die Temperaturen förmlich ab. Im Vergleich zum Traumwetter im vergangenen Jahr, war der September bislang ein Totalausfall. Zum Start in die neue Woche geht der launische Herbst in eine neue Runde und in punkto Wärme ist nicht viel zu machen.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 18:47 Uhr

Im Vergleich zum traumhaften September 2016 war der Monat in diesem Jahr ein Totalausfall – es ist schon recht herbstlich. Foto: Dana
Avatar2

Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter

Grund ist die schon seit Wochen festgetackerte Großwetterlage mit einem nahezu ortfesten Azorenhoch und einem Hochdruckblock über Osteuropa. Dazwischen ziehen immer wieder Atlantiktiefs mit kühler Luft zu uns herein. Doch im Laufe der kommenden Woche tut sich endlich etwas. Das Azorenhoch dehnt seinen Einfluss nach Nordosten aus. Gleichzeitig bildet sich über dem Nordmeer ein neues Hoch, sodass die Bahn der Regentiefs nach Norden abgelenkt wird. Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang am 22. September kommen wir damit endlich in den Genuss von mehr Sonne und weniger Schauern. Leider hat der hohe Luftdruck über Deutschland eine Schwachstelle, in die sich im immer wieder kühle Schauerluft aus nördlichen Richtungen einmogeln kann. Trotzdem wird das Wetter im letzten Monatsdrittel insgesamt beständiger sein als bisher, mal mit Nebel, mal mit Sonne, zwei oder drei trockenen Tagen am Stück und mit Glück Höchstwerten nahe 20 Grad – eben Altweibersommer light. Die letzte Chance für Sommerkleidung vor dem Einmotten wäre ein richtig schöner goldener Oktober, der selbst nach Monatsmitte noch über 20 Grad bringen kann.

Doch darauf sollten wir nicht wetten. Zwar sind aus dem Jahreszeitenmodell des amerikanischen Wetterdienstes „NOAA“ die kühlen Signale des Vormonats raus, doch Ausschläge nach oben gibt es auch nicht. Wenigstens scheint der große Regen vorbei zu sein, sodass wir im Weserbergland auf einen durchschnittlichen Oktober mit rund 100 Sonnenstunden und immerhin noch 75 Liter Regen in Hameln einstellen können. Für den November deuten sich mehr Nässe und zu milde Luft an. Das würde häufiges Westwindwetter und viel garstige Novembertristesse bedeuten. Alles in allem erwartet uns also ein ganz normaler Herbst.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare