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Volksbanken in der Region zeigen sich nach dem Aus der Fusionsverhandlungen überrascht

Heiratsanträge aus Hameln bleiben ungehört

Weserbergland (joa/hen). Nach dem überraschenden Abbruch der Fusionsverhandlungen zwischen den Volksbanken Hameln-Stadthagen und Schaumburg (wir berichteten) hatte Heinz-Walter Wiedbrauck, Chef der in Hameln ansässigen Volksbank, Pattensen und Hildesheim als zwei passende Alternativ-Partner für einen Zusammenschluss genannt. Doch sowohl in Hildesheim als auch in Pattensen war man gestern ganz überrascht, als man vom möglichen diesbezüglichen Fusionsansinnen des Geldinstituts aus der Rattenfängerstadt hörte. In beiden Volksbanken teilten die Pressesprecher nach Rücksprache mit ihren Vorständen mit, dass es diesbezügliche Überlegungen in ihren Häusern nicht gebe.

veröffentlicht am 20.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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Die Volksbank Hildesheim weist eine Bilanzsumme von 674,6 Mio. Euro, 370,3 Mio Euro Kundenkrediten sowie 525,2 Mio. Euro Kundeneinlagen auf und hat 26 724 Mitglieder. Kurz die Antwort von Pressesprecherin Ina Suray nach Rücksprache mit ihrem Vorstand auf die Frage, ob man sich in Hildesheim ein Zusammengehen mit der Volksbank Hameln-Stadthagen vorstellen könnte: „Es gibt diesbezüglich keinerlei Überlegungen oder Gespräche.“

Ähnlich überrascht die Reaktion aus Pattensen, dessen Volksbank zum zweiten namentlich vom Vorstand Wiedbrauck genannten Fusions-Wunschkandidaten gehört: Auch hier dürften Heiratsanträge aus Richtung Hameln unerhört bleiben, wie Michael Wittkopp, Pressesprecher der erst vor einigen Jahren durch Fusion zustande gekommenen Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg, versichert. „Es gibt bei uns derzeit keine Überlegungen in diese Richtung, weitere Fusionen einzugehen“, teilt Wittkopp die Position seines Geldinstituts mit. Die am 31. Dezember 2002 durch Zusammenschlüsse zustande gekommene Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg hat eine Bilanzsumme von 1,26 Milliarden Euro bei rund 1 Milliarde Einlagen von 100 000 Kunden.

Klare Fusions-Absagen hat die Volksbank Hameln-Stadthagen übrigens auch schon von kleineren Volksbanken in ihrem Umkreis einstecken müssen. So will die Volksbank Bad Münder an ihrer Selbstständigkeit festhalten. Deren Vorstandssprecher Stefan Markwirth hat Hamelner Überlegungen hinsichtlich einer Banken-Hochzeit schon mehrfach eine Absage erteilt. Und auch die Volksbank am Ith (Coppenbrügge) und die Volksbank in Aerzen haben bereits beschlossen, im kommenden Jahr lieber zusammen zur „Volksbank im Wesertal“ zu fusionieren, als mit Hameln-Stadthagen gemeinsame Sache zu machen. Als er von der geplatzten Fusion in der Dewezet gelesen habe, sei er schon erstaunt gewesen, sagt Holger Schech, einer der beiden Vorstände der Volksbank am Ith. Das Scheitern der Pläne der Hamelner mit den Schaumburgern bringe für die eigene Zielsetzung weder Vor- noch Nachteile, sagt Schech: „Das ist nicht unsere Spielwiese.“ Allerdings sagt der Coppenbrügger, es sei schon überraschend, wenn zwei Monate nach Verkündung der Fusionspläne es so unterschiedliche Auffassungen gebe. „Die von Wiedbrauck angeführten Gründe kann ich nachvollziehen“, sagt der Vorstand, auch wenn er keine Einzelheiten kenne. Über die weiteren Zukunftspläne der Hamelner „mag ich nicht spekulieren“.

Weiterhin keine konkreten Angaben wollte die Volksbank Hameln-Stadthagen gestern zu der von Wietbrauck genannten „Bank in Nordrhein-Westfalen“ machen, die ebenfalls als Fusionspartner infrage käme. Helmut Kiesewalter, in Hameln zuständig für die Volksbank-Öffentlichkeitsarbeit: „Wir sind hier im Augenblick in keinen konkreten Verhandlungen. Das sind nur Überlegungen. Man trifft sich ja immer mal so und kommt in Gespräche ….“



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