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Heftige Kritik - aber Waske will nur mit Northeim fusionieren

Weserbergland (TT/dy). Der Holzmindener Landrat Walter Waske und sein Northeimer Amtskollege Michael Wickmann (beide SPD) geraten mit dem Plan, ihre Kreise fusionieren zu wollen, voll in die politische Schusslinie: Kräftigen Gegenwind gibt es aus allen politischen Lagern, den Landkreisen sowie aus der Stadt Bodenwerder, die zwar zum Kreis Holzminden gehört, aber stark nach Hameln ausgerichtet ist. Waske stört der Gegenwind nicht - er erklärte, er wolle außer mit Northeim mit keinem anderen Kreisnachbarn über eine Fusion sprechen.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:21 Uhr

fusion
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Mit „großem Befremden“ reagierten Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt und sein Kreistagskollege Herbert Bröckel (beide CDU) auf die Pläne von Holzminden und Northeim, die „die Kreistagsabgeordneten in Holzminden entmündigen und unnötige Unruhe in die Bevölkerung tragen“. Beide wiesen auch darauf hin, dass die natürliche Ausrichtung der Menschen im Raum Bodenwerder nach Hameln und Hannover liege. Die Vorstellung einer zukünftigen Kreisstadt Northeim falle ihnen dabei "sehr schwer“. Beide erwarten, dass das Gespräch auch in Richtung Hameln-Pyrmont gesucht werde.

Das aber lehnt Waske ab: Wie die "Hessisch-Niedersächsische Allgemeine" berichtet, betonte Waske, dass der Landkreis Holzminden mit keinem anderen seiner Nachbarn über eine Fusion spreche. „Es gibt kein Parallelverfahren und es wird auch keines geben“, wird Waske zitiert.

Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte (SPD) zeigt sich von dem Vorpreschen seines Holzmindener Kollegen in Richtung Northeim „überrascht“. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag Hameln-Pyrmont, Ulrich Watermann, erklärte dazu: „Man muss einigen Herren gelegentlich sagen, dass Niedersachsen kein Fürstentum ist.“ Waske und Wickmann hätten bei ihren Planungen „weder die Politik noch die Bevölkerung mitgenommen“. Der FDP-Fraktionschef Heinrich Fockenbrock spricht sich eindeutig für eine Fusion der Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden aus. An Waske lässt er dabei kein gutes Haar: Das Verhalten finde er „unmöglich“, letztlich schade Waske dem gesamten Kooperationsprozess. Die SPD Northeim-Einbeck wendet sich ebenfalls gegen Versuche, Kreisreformen übers Knie zu brechen. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz: „Wir halten eine Fusion der Kreise Northeim und Holzminden im Jahr 2011 für unrealistisch und falsch.“

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