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„Ganz, ganz toll“

Hausherr führt junge Afghanen, Syrer und Tschetschenen durch Schloss Bückeburg

BÜCKEBURG. Eine von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe höchstpersönlich gestaltete Besichtigung von Schloss Bückeburg ist Höhepunkt einer Aktion gewesen, die jungen Leuten mehrere Sehenswürdigkeiten der Ex-Residenz aus nächster Nähe vor Augen geführt hat.

veröffentlicht am 10.04.2017 um 09:28 Uhr

IAlexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (links) erläutert Details des Weißen Saals. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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An der vom Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt organisierten Unternehmung beteiligten sich rund 20 14- bis 18-jährige Afghanen, Syrer und Tschetschenen, die seit Herbst des Jahres 2015 in Bückeburg leben. „Wir freuen uns sehr, dass der Hausherr unseren neuen Mitbürgern dieses Erlebnis ermöglicht“, sagte Stephan Hartmann. Der Awo-Vorsitzende teilte zudem mit, dass die Stadtbegehung über ein Programm zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe des Landes Niedersachsen finanziert wurde. Im Verlauf der Tour erlebten die Besucher etliche Besonderheiten, die gewöhnliche Besichtigungen nicht zu bieten haben. Etwa, dass Urgroßvater Georg Wilhelm in den 1840er Jahren nicht nur die hiesige Eisenbahn bauen ließ, sondern diese 1869 auch verkaufte – und zwar für eine Summe, die heute mit mehr als 16 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde. Oder, dass der im Gobelinsaal stehende, rund 270 Jahre alte Chronometer noch immer auf die Sekunde genau geht. „Nach dem können Sie noch heute Ihre Uhr stellen“, erläuterte der Schlossherr.

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe überraschte seine Gäste im Anschluss an die Führung mit einer Einladung in seine Privatwohnung. „Hohe Gäste pflege ich immer mit einem Gongschlag zu begrüßen“, gab der Schlossherr eingangs zu verstehen, als er eine mächtige Metallscheibe zum Klingen brachte.

Anschließend gab’s vom Gastgeber aufgetischte Erfrischungsgetränke und weitere Einblicke in das Familienleben. Dabei stieß speziell bei den weiblichen Besuchern eine Darstellung auf allerhand Interesse, die die Urgroßmutter des Fürsten als dreijähriges Kind zeigt.

„Ganz, ganz toll“, sei die Führung gewesen, erklärte Fareshda anschließend. „Ich habe viele wunderschöne Sachen gesehen und viele Wörter gelernt.“

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