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Direkter Austausch in Sachen Klimaschutz geplant / Nur knappe Mehrheit im Kreistag

Hameln-Pyrmont knüpft Kontakt nach Afrika

HAMELN-PYRMONT. Die USA haben sich gerade aus der internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz verschiedet – Hameln-Pyrmont fängt hingegen jetzt damit an. Der Kreistagsbeschluss, Kontakt zu einer Kommune in Afrika zu knüpfen, fiel am Dienstag jedoch mit 25 zu 21 Stimmen knapp aus. Den Befürwortern vor allem von SPD und Grünen stand das konservativ-liberale Lager gegenüber.

veröffentlicht am 20.06.2017 um 19:20 Uhr

Foto: pixabay CC0
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Dessen Redner bezweifelten teilweise den Sinn des auf zunächst zwei Jahre angelegten Vorhabens, arbeiteten sich aber vor allem an der angeblich ungenügenden und zu späten Information durch Landrat Tjark Bartels (SPD) ab.

Die Kreisverwaltung hat in den vergangenen Monaten ein Konzept entwickelt, mit dem sich Hameln-Pyrmont an dem Projekt „Kommunale Klimapartnerschaft“ beteiligen könnte. Die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ vermittelt dabei den Draht zu einem Ort in Afrika oder Lateinamerika. Hameln-Pyrmont will für den Austausch unter anderem seine Klimaschutzagentur und das Solarforschungsinstitut ins Boot nehmen. Bartels spricht von der „Übersetzung globaler Klimaschutzziele in konkretes Handeln. Dadurch können wir einen Teil unserer Verantwortungshypothek einlösen.“

Heinrich Fockenbrock, der für die FDP und Unabhängigen sprach, monierte: „Das ist ein fernliegendes Thema – auch inhaltlich.“ Die Gremien des Kreises seien nicht umfassend und mit viel zu kurzem Vorlauf unterrichtet worden. Das Projekt sei auch nicht im Sinne der kommunalen Arbeit: „Was soll der Partner aus Afrika uns bieten?“ Zudem seien die finanziellen Auswirkungen unklar. Hans-Ulrich Siegmund (CDU) empfahl, sich auf die Aufgaben innerhalb des Landkreises zu konzentrieren und weitere finanzielle Belastungen zu vermeiden. Ursula Körtner (CDU) wies darauf hin, dass die Kommunen auf manche Klimaschutzmaßnahme verzichten müssen, weil das Geld fehle. Es sei nötig, ihnen zu ermöglichen, „dass sie hier vor Ort etwas tun können“. Britta Kellermann (Grüne), Vorsitzende des Ausschusses für Erneuerbare Energien und Umwelt, sagte: „Inhaltlich kann man doch gar nicht dagegen stimmen.“ Constantin Grosch (SPD) fügte an: „Die vielen jungen Leute, die sich mit dem Klimaschutz auseinandersetzen, würden sich über ein Signal der Kreispolitik freuen. Doch wir haben uns nur mit formalen Blödsinn beschäftigt.“



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