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Bodenbeläge des Kreiskrankenhauses fehlerhaft – Firma aufgelöst

Haarrisse sorgen für Ärger

Hameln-Pyrmont (HW). „Wir sind bemüht, das neue Kreiskrankenhaus an der Weser fristgerecht als gelungenes Ganzes zu übergeben.“ Mit diesen Worten versuchte Andreas Fischer vor dem Ausschuss für Regionalplanung/Verkehr/Bau des Landkreises Hameln-Pyrmont der Politik die Angst vor einer Terminverzögerung zu nehmen. Festlegen wollte sich der Architekt aber auch nicht, denn bislang hinke man drei Monate hinterher. „Wir hoffen aber, dass die laufenden Gewerke dieses Manko noch ausgleichen“, gab sich Fischer zuversichtlich.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

R. Müller
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Ärger gebe es derzeit mit der Beseitigung von Baumängeln, insbesondere von Haarrissen in den Werksteinen des Boden- und Treppenbelages. Grund: Die mit den Arbeiten beauftragte Firma existiert nicht mehr, Regressansprüche können deshalb nicht mehr gestellt werden, und offenbar ist schlampig gearbeitet worden. Leitender Baudirektor Reinhard Müller betonte zwar, dass der Landkreis wegen möglicher Regressansprüche die üblichen fünf Prozent von der Rechnung einbehalten habe, was jedoch nur etwa 8000 Euro ausmache. Den Gesamtschaden bezifferte Architekt Fischer jedoch mit rund 50 000 Euro. Auch sei bislang noch kein Unternehmen gefunden worden, das die erforderlichen Reparaturen auszuführen bereit ist.

Müller berichtete von insgesamt 150 Planungsänderungen, die zwischenzeitlich aber weitgehend abgearbeitet worden seien. Über eine Änderung der Aufzugsanlage werde derzeit hingegen noch nachgedacht. Zu Modifikationen sei es auch durch Gespräche mit dem neuen Anteilseigner, der Sana AG, gekommen. So habe es ausstattungsbedingte Änderungswünsche für die Patientenzimmer im Altbau gegeben, und auch das alte Kesselhaus habe statisch nachgerüstet werden müssen. „Diese Gespräche mit Sana sind im Januar abgeschlossen worden, und seitdem sitzt ein Sana-Vertreter bei den alle vier Wochen stattfindenden Planungsgesprächen mit am Tisch, sodass wir im Gleichschritt den Bau zu Ende bringen“, betonte Müller.

Rohbauarbeiten im März beendet

Die Architekten seien beauftragt, sich innerhalb der Gewährleistungsfrist um die Beseitigung sämtlicher Mängel zu kümmern. Wie der Leitende Baudirektor und der Architekt unisono erklärten, werde der zweite Bauabschnitt im kommenden Juni bezugsfertig sein. Die Rohbauarbeiten insgesamt sollen im März abgeschlossen sein.



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