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Volksbank im Wesertal verdient 604 000 Euro – und schüttet sechsprozentige Dividende aus

Gutes Ergebnis trotz Niedrigzinspolitik

COPPENBRÜGGE. Sechs Prozent Dividende. Eine Mitteilung, die die 279 Mitglieder der genossenschaftlichen Volksbank im Wesertal, die zur Generalversammlung ins Weserbergland-Zentrum nach Hameln gekommen waren, mit Zufriedenheit quittierten. Insgesamt kommen 8500 Mitglieder des Geldinstitutes in den Genuss der Ausschüttung.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 21:01 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

Autor:

Ernst August Wolf
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Zufriedenheit auch bei Aufsichtsrat und Vorstand. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf rund 260 Mio. Euro, das betreute Kundenvolumen wurde auf 515 Mio. Euro ausgebaut. Doch der Bank drohen Gefahren. „Die Banken stehen vor einer historischen Zäsur, wie sie bislang beispiellos ist“, sagte Vorstandsmitglied Ilka Osterwald. Vor allem die langfristige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die massive EU-Regelungswut sowie ein intensiver Wettbewerb bedrohten die Perspektiven.

Die Konsequenzen? „Wir wollen so lange wie möglich negative Zinsen vermeiden“, so der Vorstand. Doch die „zerstörerische Zinspolitik der EZB“ lasse die Zinserträge massiv schrumpfen. Ist es also nur eine Frage der Zeit, bis Strafzinsen auf unsere Guthaben kommen, fragte sich der eine oder andere Besucher. „Ein schwieriges Thema“, sagt auch Volksbank-Vorstand Norbert Gellert. „Das ist nicht ausgeschlossen, aber wir werden alles tun, damit es dazu nicht kommt.“ Dennoch ist das Vertrauen der Kunden in ihre Volksbank ungebrochen. Die Kundeneinlagen stiegen im vergangenen Jahr weiter auf 217 Mio. Euro.

Nach der Stärkung des Fonds für allgemeine Bankrisiken um 1,2 Mio. Euro und einer Steuerzahlung von 560 000 Euro blieb ein Jahresüberschuss von 604 000 Euro.

„Optimierung und Reduzierung stehen für uns nicht im Widerspruch“, ist im Geschäftsbericht zu lesen. Verbesserung technischer Anlagen und die Fortbildung der derzeit 76 Mitarbeiter stehen ebenso im Mittelpunkt wie Förderungen sozialer und ehrenamtlicher Projekte in der Region. „Wir kennen Panama nur von der Landkarte. Wir wirken vor Ort“, brachte es der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Voß auf den Punkt.

Doch wird der Spagat zwischen den Vorgaben der Bankenaufsicht, den von der EZB gesetzten Rahmenbedingungen und den Kundenwünschen immer schwieriger. „Der wird uns aber nicht zerreißen“, sagte Gellert zuversichtlich. Das immer beliebter werdende Online-Banking und sich rasch verändernde Kundenstrukturen seien Herausforderungen, denen man gerecht werden müsse. Gellert: „Wir müssen uns fragen, wo Veränderungen Sinn machen.“ Ob etwa die Geschäftsstelle in Hilligsfeld durch einen Bankautomaten ersetzt wird, werde erst noch geprüft. Trotz eines „zufriedenstellenden“ Gesamtergebnisses seien die Herausforderungen für die Volksbanker immens.

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