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Abfallwirtschaft will Abgabe von Großmengen Riegel vorschieben / Kreistagsbeschluss am Dienstag

Grünschnitt künftig begrenzt

HAMELN-PYRMONT. Die Zeiten, in denen Garten- und Grundstückbesitzer ihre Grünschnitt-Abfälle je nach saisonalem Anfall ohne Mengenbegrenzung im Sorglos-Paket der Kreisabfallwirtschaft (KAW) zur Abfuhr bereitlegen konnten, sind ab dem nächsten Jahr vorbei: In der letzten Kreistagssitzung dieses Jahres, die am kommenden Dienstag stattfinden wird, soll die Abfallentsorgungssatzung dahingehend geändert werden, dass private Grünabfälle nur noch in Mengen von bis zu maximal fünf Kubikmetern mitgenommen werden.

veröffentlicht am 15.12.2017 um 16:20 Uhr

Unbegrenzte Grünschnittmengen sind für die Kreisabfallwirtschaft nicht mehr abzuarbeiten. Foto: pixabay (cc)
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Mit dieser Mengenbegrenzung will die Kreisabfallwirtschaft erreichen, dass künftig keine Grünschnitt-Großmengen aus der Baum- und Gartenpflege mehr an Abfuhrtagen an den Straßenrand gelegt werden können. Das sei für die Grünschnittabfuhr aus logistischen Gründen nicht mehr zu leisten, so die Kreisabfallwirtschaft bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses der Abfallwirtschaft.

Im Fachausschuss hatte es um diese Menge eine Diskussion gegeben, in der sich Kreistagsabgeordneter Rüdiger Zemlin (FDP) per Antrag dafür eingesetzt hatte, für Grundstücke ab einer Größe von 1000 Qadratmetern eine Abholungsmenge von zehn Kubikmetern zuzulassen. Dieser Antrag wurde jedoch nicht angenommen. Die Verwaltung hat die Ablehnung des Änderungsantrages damit begründet, dass die Mitarbeiter der Grünschnitt-Abfuhr nicht erkennen könnten, wie groß ein Grundstück sei. Auch die von Zemlin vorgeschlagene Möglichkeit, dass eine Erweiterung der Abholmenge auf zehn Kubikmeter dann auf Antrag genehmigt werden könnte, wurde nicht akzeptiert. Begründung: Der Verwaltungsaufwand würde zu groß. Auch die AfD konnte sich mit ihrem erweiterten Antrag, dass auf eine Beschränkung wie bisher gänzlich verzichtet wird, nicht durchsetzen.

Wie der Kreistagsabgeordnete Rüdiger Zemlin jetzt mitgeteilt hat, hat die Gruppe FDP/DU nun noch vor der Kreistagssitzung mehrheitlich beschlossen, dass sie dem Vorschlag der Fünf-Kubikmeter-Mengenbegrenzung doch zustimmen wird. Im Kreistag soll daher kein erneuter Änderungsantrag gestellt werden, und es wird keine weitere inhaltliche Diskussion geben.

Die Abfallentsorgungssatzung sieht auch nach ihrer Änderung vor, dass das Grüngut weiterhin als Bundware oder in leicht ausleerbaren, festen und wiederverwendbaren Behältnissen zu den bekanntgegebenen Terminen vor dem Grundstück zur Grünschnittabfuhr bereitgestellt werden. Die Kreisabfallwirtschaft weist in diesen Zusammenhang darauf hin, dass für Materialien aus der Gartenpflege die Grünschnittabfuhr der KAW ein zusätzliches Serviceangebot in Ergänzung zur Biotonne und zu den Anlieferungsmöglichkeiten auf den dezentralen Kompostplätzen darstellt.

Die kommende Kreistagssitzung, die am kommenden Dienstag, 19. Dezember; ab 15 Uhr im Forum der Handelslehranstalt stattfindet, wird sich neben Personalien ein weiteres Mal mit der Zentralisierung der Elisabeth-Selbert-Schule befassen. Hierbei geht es um die Beauftragung eines externen Beratungsunternehmens.

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