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Landrat Bartels: „Protest aus Bad Pyrmont ist nicht relevant“

Grünes Licht für Öffi-Tarife

veröffentlicht am 08.09.2016 um 15:55 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:12 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die neuen von der Mehrheitsgruppe im Kreistag beschlossenen Bustarife im Landkreis Hameln-Pyrmont sind zum Wahlkampfthema geworden, doch verhindern konnte der politische Protest sie nicht. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat ihre Zustimmung erteilt. Damit können die Öffi-Tarife zum 1. Januar 2017 geändert werden. Das hat der Kreis mitgeteilt.

Im Rahmen des Zustimmungsverfahrens wurde – wie berichtet – auch die Stadt Bad Pyrmont angehört. Der Rat lehnte mit den Stimmen von CDU, Bürgersinn, FDP und Bürgermeister die neuen Tarife ab. Begründet wurde das mit erwarteten Erlösminderungen, die unter Umständen zu einer Erhöhung der Kreisumlage und damit zu einer finanziellen Belastung für die Stadt Bad Pyrmont und die anderen kreisangehörigen Städte und Gemeinden führen könne. „Diese Auffassung grade von der Stadt Bad Pyrmont zu lesen, deren Haushalt durch die Zusammenlegung der Verkehrsgesellschaften um nahezu eine halbe Million entlastet wird, hat mich sehr befremdet“, heißt es in einer Pressemitteilung von Landrat Tjark Bartels (SPD). Und weiter: „Umso mehr freue ich mich, dass die LNVG uns in der Auffassung bestätigt, dass die Einwendungen der Stadt Bad Pyrmont genehmigungsrechtlich nicht relevant sind.“

Mit dem neuen Tarifsystem will der Landkreis die Möglichkeit der Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Hameln-Pyrmont schaffen und etwas gegen die Verschlechterungsspirale der letzten Jahre tun. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sei ein Teil der kommunalen Daseinsfürsorge und dürfe daher nicht länger als lästige Pflicht betrachtet werden, die durch Linienkürzungen und Fahrpreiserhöhungen möglichst günstig gestaltet werden müsse, heißt es in der Mitteilung des Landkreises. Auch für die Infrastruktur sei ein gut ausgebauter und für jeden bezahlbarer ÖPNV immens wichtig. „Wir sanieren unsere Schulen, haben attraktive Orte und sorgen aktuell in einem niedersächsischen Vorzeigeprojekt für flächendeckendes schnelles Glasfaser-Internet bis fast in den letzten Winkel – da machen wir beim ÖPNV nicht Schluss“, so der Landrat.

Das neue Tarifsystem hat nur noch zwei Preise – den Nahtarif, der in dem jeweiligen Gemeindegebiet gilt und den Ferntarif für das gesamte Kreisgebiet. Durch die neuen Preise werden Busfahrten deutlich günstiger. Ein Einzelfahrschein kostet im Nahtarif künftig 2 Euro statt 2,40 Euro, eine Monatskarte 25 statt 69,80 Euro. Im Ferntarif bezahlen Fahrgäste künftig 3 statt 5,20 Euro für einen Fahrschein und 35 statt 109,80 Euro für eine Monatskarte.



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