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Partei fordert Offenlegung aller Messergebnisse aus Niedersachsen

Grüne: Wie belastet sind die Gewässer?

HAMELN/HANNOVER. Die Grüne fordern die Landesregierung auf, alle Ergebnisse offenzulegen, die bei Messungen an Gewässern – auch in Hameln-Pyrmont – ermittelt worden sind. Auf Druck der Grünen hatte das niedersächsische Umweltministerium ein Sondermessprogramm durchgeführt. Was genau die Untersuchungen an 80 Standorte in ganz Niedersachsen ergeben haben, hält Minister Lies zurück, wie die Grünen erklären.

veröffentlicht am 14.10.2018 um 13:39 Uhr

Mit einer Kunststoffflasche entnimmt ein Mitarbeiter vom Team Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin der Region Hannover bei einem Pressetermin eine Wasserprobe. Foto: dpa-Bildfunk +++
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„Umweltminister Olaf Lies nahm höchstpersönlich die erste Wasserprobe und ließ sich mit hochgekrempelten Ärmeln fotografieren – hält dann aber die Messergebnisse zurück“, kritisiert Fraktionsvorsitzende Anja Piel aus Fischbeck in einer Mitteilung „Aufklärung sieht anders aus. Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden Wasserproben genommen und ich will Klarheit, ob hier antibiotikaresistente Keime nachgewiesen wurden.“ Anfang des Jahres waren antibiotikaresistente Keime in Bächen, Flüssen und Seen in Niedersachsen vermeldet worden. Umweltminister Lies hat Ende September eine Zusammenfassung der Messergebnisse vorgestellt. Demnach wurden Resistenzen sowie Antibiotika nachgewiesen, die häufig in der Human- und Veterinärmedizin verwendet werden. Anlass zur Besorgnis sehe die Landesregierung jedoch nicht, zitieren die Grünen das Ministerium. Dazu Piel: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie der Umweltminister Entwarnung geben kann, obwohl es nicht einmal rechtliche Grenzwerte für die Bewertung der Gefahren von multiresistenten Keimen gibt. Im nächsten Schritt müsste die Landesregierung die Ursachen der Gewässerbelastung genauer untersuchen: Welche Rolle spielt die intensive Tierhaltung? Wie kann der Eintrag von Rückständen aus der Medizin verringert werden? Stattdessen versucht die Landesregierung, das Thema kleinzureden.“



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