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Gorleben-Untersuchungsausschuss: Glückwünsche nach Anhörung

Obernkirchen/Berlin (mld). Zweieinhalb Stunden lang hat sie gedauert, die Befragung des Obernkirchener Diplom-Physikers Heinz Nickel vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss in Berlin. „Von 15.30 bis 18 Uhr haben sie mich verhört“, so Nickel einen Tag später am Telefon. Und so lange habe die CDU, die zusammen mit CSU und FDP über acht Sitze in dem 15-köpfigen Ausschuss verfügt, versucht, ihn unglaubwürdig zu machen.

veröffentlicht am 14.11.2010 um 15:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:21 Uhr

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Obernkirchen/Berlin (mld). Zweieinhalb Stunden lang hat sie gedauert, die Befragung des Obernkirchener Diplom-Physikers Heinz Nickel vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss in Berlin. „Von 15.30 bis 18 Uhr haben sie mich verhört“, so Nickel einen Tag später am Telefon. Und so lange habe die CDU, die zusammen mit CSU und FDP über acht Sitze in dem 15-köpfigen Ausschuss verfügt, versucht, ihn unglaubwürdig zu machen. „Aber ich konnte durch die Vorlage von Papieren und Schriften beweisen, dass mein Gutachten von 1983 manipuliert worden ist“, so der 80-Jährige. Für das Gutachten, das Nickel für seinen Arbeitgeber, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, erstellte, hatte Nickel die Anlage in Gorleben zu untersuchen – und hatte dabei „zechstein-untypische“ Ergebnisse festgestellt.
Diese Ergebnisse habe die CDU – Nickel nennt hier Unions-Obmann Reinhard Grindel und Ausschussvorsitzende Dr. Maria Flachsbarth – als „nicht relevant“ für den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bezeichnet, erzählt Nickel. „Meine Untersuchungsergebnisse wurden als meine persönliche Meinung dargestellt“, empört sich Nickel. „Persönlich“ aber sei er zufrieden mit dem Verlauf der Anhörung. Der CDU sei es nicht gelungen, „mich unglaubwürdig zu machen“, erzählt Nickel. Grüne und SPD hätten ihn beglückwünscht, die Bürgerinitiative „Umweltschutz Lüchow-Dannenberg“ habe ihn bereits zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Auch das ZDF-Magazin „Frontal 21“ wird erneut über den Untersuchungsausschuss berichten, so Nickel. Sendetermin: Dienstag, 16. November, 21 Uhr.

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