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Extreme Wildschäden: Landkreis erteilt Schießerlaubnis für Golfclub-Fläche

Golfplatz: Jetzt darf auf Wildschweine geschossen werden

OBERNKIRCHEN. Der Landkreis Schaumburg hat die Genehmigung erteilt, jetzt kann es den Schwarzkitteln an den Kragen gehen: Wegen der extremen Wildschäden auf dem Gelände des Golfclubs Schaumburg wurde nun eine Schießerlaubnis und eine Erlaubnis zur beschränkten Jagd erteilt, sie gilt bis zum Jahresende und ist für die Zeit von 21 bis 5 Uhr für Flächen des Golfplatzes erteilt.

veröffentlicht am 28.09.2017 um 15:52 Uhr

Das Bild zeigt die aufgewühlte Fläche auf einer der beiden neuen Bahnen des Golfclubs. Foto: RNK
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Die Jagd wird von den für den Jagdbezirk zuständigen Jagdberechtigten durchgeführt. Naturgemäß kann es nun in der Folge der Erlaubnis zu vermehrten Schussabgaben im Bereich des Golfclubs kommen.

„Sie kommen regelmäßig, alle paar Nächte“, sagt Werner Nickel als Pressesprecher des Golfclubs. Vor allem auf Bahn sechs, vor dem Hügel, seien die Schäden immens, dort haben die Tiere großflächig den Boden aufgewühlt. Nickel erzählt von einem Arbeitseinsatz, erst ein paar Tage her, an einem Samstagmorgen, an dem sich erfreulicherweise 30 Mitglieder und Freunde des Golfclubs eingefunden hatten, um unter Aufsicht der Greenkeeper den beschädigten Rasen zu reparieren, soweit dies eben möglich war. Und dann kamen ein paar Nächte später die wühlenden Wildschweine zurück.

Fünf bis sechs Bahnen sind nicht betroffen, erklärt Nickel, aber selbst die älteren Mitglieder und auch die Förster und Landwirte können sich nicht erinnern, wann es in den letzten 15 Jahren einen derartig großen Befall durch Wildschweine gegeben hätte.

Für die Golfer ist die Saison nahezu beendet, jetzt gelte es, so Nickel in der Winterpause Bilanz zu ziehen und nach einer Lösung zu suchen. Einer langfristigen Lösung, ergänzt der Pressesprecher noch. Frank Linke ist Revierleiter der Jagdgenossenschaft Obernkirchen-Liekwegen-Krainhagen und Röhrkasten, er möchte sich eigentlich nicht gegenüber der Presse äußern, denn „mir liegt noch nichts Schriftliches vor“, das Vorgehen sei bislang nur mündlich besprochen.

Fakt sei aber, dass eine Jagd auf dem Golfplatz nur an bestimmten Plätzen möglich sei, „da, wo die Sicherheit gegeben ist.“ Linke spricht von einer sicheren Deckung und nennt ein Beispiel: Geschossen werden dürfe nur in Richtung eines Hügels, keineswegs in Richtung einer Siedlung. Und wie oft er mit seinen Jägern ansitzen werde, das hänge von unterschiedlichen Faktoren ab, etwa von der Witterung und dem Stand des Mondes.

„Im Stockdunkeln brauchen wir da nicht rumlaufen“, sagt er, und natürlich müsse er zunächst „mit meinen Leuten“ sprechen, schließlich erfolge ein Jagdeinsatz auf freiwilliger Basis. Man werde, so Linke, den Schaumburger Golfplatz so gut wie möglich schützen, gar keine Frage, aber eine hundertprozentige Garantie könne er natürlich nicht geben.

Wo das generelle Problem liegt, lässt Linke in einem Nebensatz durchblicken: Früher habe eine Wildschwein-Rotte aus drei, vier oder fünf Tieren bestanden: „Heute sind es 15 bis 20.“

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