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Beirat für Menschen mit Behinderung vergibt Integrationspreis

„Goldene Ratte“ für die Stadtwerke

HAMELN-PYRMONT. Zum fünften Mal hat der Beirat für Menschen mit Behinderung des Landkreises Hameln-Pyrmont am Montag die „Goldene Ratte“ verliehen. Der Preis 2017 ging diesmal an die GWS Stadtwerke Hameln, für die Geschäftsführerin Susanne Treptow die Trophäe entgegennahm.

veröffentlicht am 29.01.2018 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 29.01.2018 um 19:10 Uhr

Ruth Leunig und Gotthard Feist gratulieren GWS-Chefin Susanne Treptow (li.) zum Integrationspreis „Goldene Ratte“.Foto: dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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. Zusammen mit dem Arbeitsamt und dem Landkreis Hameln-Pyrmont will der Beirat mit dieser Preisverleihung Impulse und Anregungen durch vorbildliche Aktionen und Maßnahmen von Unternehmen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung geben. In einem offene Bewerbungsverfahren hatten sich im vergangenen Jahr neben den Stadtwerken Hameln das Salzhemmendorfer Unternehmen Logocos Naturkosmetik, die Hameln Marketing und Tourismus GmbH, der Real-Markt Hameln und die Firma Radio Schulz aus Afferde als Kandidaten um den Preis beworben. Alle Betriebe beschäftigen in ihrem Mitarbeiterstab auch Menschen mit Behinderungen.

In ihrem Grußwort sprach die Leiterin der Arbeitsagentur Hameln, Ursula Rose, dass es derzeit im Arbeitsamtsbezirk eine zwölfprozentige Beschäftigtenquote von Schwerbehinderten gäbe. Ruth Leunig freute sich als stellvertretende Landrätin darüber, dass es im Landkreis immer mehr Betriebe gebe, die im Sinne der Inklusion Behinderte in den ersten Arbeitsmarkt aufnehmen und Arbeitsplätze daraufhin umgestalten. In ihrer Laudatio betonte Nina Schaper als stellvertretende Vorsitzende im Beirat für Menschen mit Behinderung, dass die Stadtwerke Hameln unter den 139 Beschäftigten auch fünf Behinderte beschäftigen. Ausschlaggebend für den Zuschlag an die GWS sei jedoch die Ausbildungschance gewesen, die das Unternehmen einem schwerstbehinderten Abiturienten gegeben habe, der seit zwei Jahren im IT-Bereich zum System-Administrator ausgebildet wird. Hier habe das Unternehmen beim zweiten Blick auf den Menschen eine Hemmschwelle überwunden, habe Solidarität und Teamgeist bewiesen.

Gotthard Feist, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung im Landkreis Hameln-Pyrmont, kündigte an, künftig den Kontakt zur IHK zu suchen, um mit Arbeitgebern stärker ins Gespräch zu kommen, um in den Betrieben die Inklusion immer weiter auszubauen. Mit der ‚Goldenen Ratte‘ wolle man die Unternehmen auf diesem Weg der Inklusion unterstützen. Dabei kann es um die Einstellung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung gehen, aber auch um die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern, die durch eine Erkrankung während ihres Berufslebens erst schwerbehindert wurden.

Information

Behinderte im Fokus

Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote. Die Arbeitgeber sind daher verpflichtet, bis spätestens 31. März 2018 der für ihren Sitz zuständigen Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten für das Jahr 2017 anzuzeigen.

Am Donnerstag, 1. Februar, dreht sich alles um Ausbildungsberufe, bei denen Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen im Mittelpunkt stehen. Um 16 Uhr werden im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Hameln, Süntelstraße 6, die Berufe Erzieher/in, Ergotherapeut/in und Heilerziehungspfleger/in vorgestellt. Heike von der Fecht von der Elisabeth-Selbert-Schule Hameln wird über Ausbildungsinhalte, -voraussetzungen und Karrieremöglichkeiten sprechen und noch den einen oder anderen Bewerbungstipp verraten. Gute Perspektiven gibt es nicht nur für Mädchen und Frauen, sondern insbesondere auch für Jungen und Männer. Schüler/innen und Eltern sowie alle anderen Interessierten sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.



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