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Adventskalender: Das Eisentor am Haspelmathturm führt zur Galerie arche

Gold, Goethe und Geschichte

Der Adventskalender der besonderen Art – wir öffnen Türen für Sie. Täglich. Besonders schöne und auffällige Pforten und Tore, aber auch Türen, hinter denen sich eine ungewöhnliche Geschichte verbirgt.

veröffentlicht am 15.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 21:46 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Hameln. Dass die Tür, die zur Hamelner Kunstgalerie arche führt, genau so alt ist wie die Künstlergruppe selbst, ist reiner Zufall: 63 Jahre ist es her, dass die Holztür am Haspelmathturm durch das heutige Eisentor ersetzt wurde. In Auftrag gab die Tür zu Beginn der 1950er Jahre der Hamelner Architekt Werner Wünschmann, der auch Bauherr der Weserbergland-Festhalle und des BHW war, die Arbeit selbst leistete Schlossermeister Daniels, der sein Meisterstück mit mehreren Lagen Eisenblech zwischen einem Gitter von Flacheisen ausstattete. Sieben goldene Bilder der Rattenfängersage zieren das Eisentor, sie sind in sogenannter Blechtreibarbeit hergestellt. Ganz unten prangt das Goethe-Zitat „Alle Schuld rächt sich auf Erden“ aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

Der Haspelmathturm ist einer von ursprünglich mehr als 20 Festungstürmen, die Hameln seit dem Mittelalter absicherten. Errichtet wurde er Mitte des 15. Jahrhunderts; nach der Schleifung der Festung Hameln auf Befehl Napoleons I. im Jahr 1808 verblieben nur er und der Pulverturm. 1991 wurden Turm – und Tor – saniert (auch diese Jahreszahl findet sich heute auf der Eingangstür), bevor er 1992 der Hamelner Künstlergruppe übergeben wurde.

Wertvolles von der Außenwelt abgeschirmt hat das grau-goldene – „und rostige“, wie die ehemalige arche-Chefin Annemarie Hodges sagt – übrigens auch vorher schon: Vor der arche residierte hier der Museumsverein, zuvor betrieb der Tierarzt Friedrich Haspelmath im Turm das erste private Museum Hamelns – da allerdings noch hinter Holz, nicht hinter Eisen.

Sieben goldene Bilder der Rattenfängersage zieren das Eisentor am Haspelmathturm. Wal


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