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Barbara Otte-Kinast: „Wir haben jetzt fünf Jahre Zeit, um Alternativen zu finden“

„Glyphosat nur das Spritzmittel der letzten Wahl“

COPPENBRÜGGE. „Ich bin froh, dass die Diskussion über Glyphosat jetzt eine Ende hat und die Landwirte Planungssicherheit haben. Klar ist aber auch, dass Glyphosat nur das Spritzmittel der letzten Wahl ist.“ Das betonte die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) beim Grünkohlessen der Coppenbrügger CDU am Mittwochabend.

veröffentlicht am 30.11.2017 um 15:36 Uhr

Noch ist es für Barbara Otte-Kinast ungewohnt, mit „Frau Ministerin“ angesprochen zu werden. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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„Wir haben jetzt fünf Jahre Zeit, um zu forschen und Alternativen zu finden“, erklärte die Ministerin in ihrer Ansprache. Auch viele andere Pflanzenschutzmittel würden auf den Prüfstand gestellt. Irgendwann werde es auch für diese Mittel ein Verbot geben. „Wir müssen Lösungen suchen, die für alle tragbar sind.“ Gleichzeitig sicherte die Ministerin am Rande des Essens zu, dass die Vorgehensweise ihres CSU-Kollegen Christian Schmidt nicht der Stil in Hannover sein werde. „Zwischen CDU und SPD herrscht in der Landesregierung Vertrauen. Wir werden uns in allen Punkten an die Koalitionsvereinbarungen halten.“

Große Erleichterungen für die Landwirtschaft wollte Barbara Otte-Kinast an diesem Abend noch nicht versprechen. „Ich bin ja gerade mal acht Tage im Amt und muss mir noch einen genauen Überblick verschaffen“, betonte die Ministerin, ließ aber durchblicken, dass die von ihrem Vorgänger verschärften gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen teilweise übertrieben seien. Auch bei den genau vorgeschriebenen Dokumentationspflichten kann sie sich Erleichterungen durch verlängerte Fristen vorstellen. Insgesamt aber habe die Gesellschaft ein Anrecht, zu erfahren, was mit den von der EU an die Landwirte ausgezahlten Mitteln geschehe. „Eine übertriebene Überwachung der Landwirte kann ich so nicht bestätigen.“

Mit der Einladung der Ministerin so kurz nach der Regierungsbildung in Hannover hatte Thorsten Kellner einen Volltreffer gelandet, denn Barbara Otte-Kinast berichtete ausführlich über ihre ersten acht Tage als Ministerin. Mit Vergnügen berichtete, sie wie sie ihren Vorgänger, den Grünen Christian Meyer aus dem Amt entlassen habe. „Das macht richtig Spaß, jetzt Minister Meyer a.D. zu sagen“, fügte sie süffisant hinzu.

Bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen sei sie nicht sicher gewesen, tatsächlich Landwirtschaftsministerin zu werden, berichtete Barbara Otte-Kinast. „Es gab ja schließlich viele andere verdiente Abgeordnete. „Die Hauptsache war, Meyer kommt weg und die CDU übernimmt das Ministerium“. Die vergangenen Tage seien für sie sehr spannend gewesen. „Denn in meinem Ministerium ist echt viel los.“ Noch sei es für sie dabei ungewohnt, mit „Frau Ministerin“ angesprochen zu werden. „Ich musste erst mal lernen, dass eine Ministerin doch einen ganz besonderen Status hat.



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