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Landwirtschaftsminister Meyer fordert kritischen Umgang mit Pestiziden

„Glyphosat ist die Lizenz zum Töten“

Aerzen/Grupenhagen. So einen Ansturm hat die Grupenhagener „Vollkornblume“ wohl noch nie erlebt. Selbst eilig herbeigeschaffte Gartenklappstühle reichten nicht aus, sodass viele Besucher stehen mussten. Zwar hatte die Pestizid-Expertin Melanie Eben vom Münchner Umweltinstitut kurzfristig absagen müssen, doch mit Landwirt und Bioland-Pionier Eberhard Schulz aus Königsförde und dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer konnte Veranstalter Rainer Sagawe dennoch zwei ausgewiesene Fachleute zum Thema „Unkrautvernichtungsmittel im Brot?“ begrüßen. Schulz eröffnete die Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Schilderung des Pestizideinsatzes, vor allem mit dem Allround-Unkrautvernichter Glyphosat. Auch wenn absolut umweltfeindliche und gesundheitsschädliche Spritzverfahren wie in Südamerika hierzulande verboten seien, so seien die Folgen des Glyphosat-Einsatzes dennoch mehr als dramatisch: Zelltod, Krebsgefahr, Rückgang der Insekten und Reduzierung der Singvögel auf die Hälfte seien Folgen der Ausbringung von bundesweit derzeit rund 5500 Tonnen des Pestizids. „Pflanzenschutzmittel“ heiße das verharmlosend. Für Schulz ein „Propagandabegriff“ der chemischen Industrie. Makaber, dass noch immer Kommunen Friedhöfe und Grünflächen damit behandelten. Schulz’ Fazit: „Wir brauchen eine Kulturrevolution, der Naturbegriff ist völlig vollkommen, Glyphosat, das ist die Lizenz zum Töten!“

veröffentlicht am 04.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf


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