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Nadine Bornemann und Marco Könemann beenden zehnmonatige Abenteuerreise durch Asien vorzeitig

Globetrotter für wenig Geld

AHNSEN/MINDEN. Es ist das Abenteuer ihres Lebens gewesen: Rund zehn Monate lang waren die Ex-Obernkirchenerin Nadine Bornemann und ihr Lebensgefährte, Marco Könemann, als Rucksackreisende mit knapp 30 Euro Tagesbudget pro Person im asiatischen Raum unterwegs.

veröffentlicht am 18.11.2017 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 22.11.2017 um 11:00 Uhr

Nach rund zehn Monaten wieder zurück in Deutschland: Nadine Bornemann und Marco Könemann. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Um sich diesen Traum zu erfüllen, nahm die gelernte Erzieherin (30) bei ihrem Arbeitgeber ein Jahr unbezahlten Urlaub, während der 35-Jährige seinen Job als Kfz-Mechatroniker sogar kündigte. Zudem lösten sie ihre gemeinsame Wohnung auf, die sie bis dahin in Minden gemietet hatten, und verkauften den größten Teil ihres Hausrates. Zuvor Erspartes eingerechnet, standen ihnen so „Pi mal Daumen“ 19 500 Euro für ihren Trip zur Verfügung, im Rahmen dessen sie die Länder Thailand, Kambodscha, Vietnam, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur und Taiwan besuchten.

Sie nächtigten in einfachen Hotels und auf einem Hausboot, stärkten sich an fliegenden Streetfood-Ständen, lernten viele nette Menschen kennen, badeten an traumhaften Stränden, tauchten im fischreichen Meer und erkundeten einen tropischen Urwald, in dem sie sogar einige Orang-Utans beobachten konnten.

In einigen Tourismuszentren und Megastädten gingen sie auf Sightseeing-Tour. Demgegenüber sahen sie aber auch die in den Hochglanz-Prospekten der Reiseveranstalter nicht gezeigten Seiten dieser Länder: Menschen, die in unfassbarer Armut leben, katastrophale hygienische Bedingungen und vielerorts Umweltverschmutzung unerwarteten Ausmaßes.

In Taiwan besichtigten die beiden Asienreisenden Nadine Bornemann und Marco Könemann in der Stadt Kaohsiung eine Anlage, in der eine große Statue zu sehen ist, die den taoistischen Gott Xuan Tian Shang Di zeigt. Foto: pr
  • In Taiwan besichtigten die beiden Asienreisenden Nadine Bornemann und Marco Könemann in der Stadt Kaohsiung eine Anlage, in der eine große Statue zu sehen ist, die den taoistischen Gott Xuan Tian Shang Di zeigt. Foto: pr

Viel braucht man nicht zum Leben. – In Deutschland leben wir im Überfluss.

Marco Könemann und Nadine Bornemann

Ihre Eindrücke hielten die beiden Globetrotter in unzähligen Fotos fest und teilten diese über ihren Reiseblog im Internet (zwei-auf-achse.com).

Die wohl wichtigste Erkenntnis, die sie bei alledem gewonnen haben, ist, so Marco Könemann, die: „Viel braucht man nicht zum Leben“. Oder wie es Nadine Bornemann formuliert: „Wir leben hier im Überfluss!“ „Dankbarkeit und Demut“ sind es denn auch, was ihnen die rund zehn Monate auf Reisen gelehrt haben.

Von daher machen die beiden auch kein Drama daraus, dass sie ihr Reiseabenteuer drei Wochen früher beenden mussten als ursprünglich geplant. Ein massives Knieproblem, laut ärztlicher Diagnose Folge einer bakteriellen Infektion, plagte Nadine Bornemann dermaßen, dass sie mehrere Wochen lang ein Antibiotikum nehmen musste, ohne dass die Beschwerden verschwanden. Nur ein bisschen besser wurde es. Daher entschieden sie sich schließlich schweren Herzens, vorzeitig abzureisen. Das dadurch eingesparte Geld wollen sie in einen gebrauchten VW Bus investieren, um mit diesem Fahrzeug ab und an in Europa auf Reisen zu gehen – dies dann aber immer nur während ihrer regulären Urlaubszeiten.

Für Nadine Bornemann geht es am 1. Dezember wieder mit ihrer Arbeit als Erzieherin in einer Mindener Kindertagesstätte los. Und Marco Könemann hat von seinem früheren Arbeitgeber die feste Zusage, dass er wieder als angestellter Kfz-Mechatroniker in dessen Autohaus arbeiten kann, ebenfalls ab Dezember. Zudem haben die beiden Globetrotter bereits eine neue Mietwohnung in Meißen bei Minden gefunden. Zuvor hatten sie sich nach ihrer Rückkehr aus Asien für ein paar Wochen in Ahnsen einquartiert, in einem kleinen Gästezimmer im Haus von Nadine Bornemanns Schwester.



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