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Erneut Alarm am Solarforschungsinstitut / Nach über einer Stunde Entwarnung

Giftige Gase? ABC-Zug rückt aus

Ohr. Feuerwehrleute aus Emmerthal und Marienau sind gestern gegen 14 Uhr zu einem aufwendigen Einsatz in das Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH) gerufen worden. Zuvor hatte ein sensibel reagierender Sensor einer Gasmeldeanlage in einem gesicherten Bereich des Gebäudes Alarm ausgelöst.

veröffentlicht am 09.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:36 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Freiwillige Feuerwehrleute aus Kirchohsen, Ohr, Grohnde und Amelgatzen rückten aus – die Einsatzleitung forderte zudem die Spezialisten des ABC-Dienstes aus Marienau und des Gefahrgutzuges aus Kirchohsen an. Fast 20 Einsatzfahrzeuge fuhren die Anlage unterhalb des Ohrbergs an. Einsatzkräfte sperrten das Gelände ums Institut ab, legten Schläuche, legten Schutzanzüge parat und errichteten ein Dekontaminationszelt. Mit schwerem Atemschutz ausgerüstete Kräfte zwangen sich in grellgrüne Chemikalienschutzanzüge, die sie komplett von Umwelteinflüssen isolieren.

Auch Dr. Carsten Hampe, Projektleiter im ISFH, stiegt in einen Schutzanzug, begab sich mit mehreren Feuerwehrleuten ins Institut. Hampe führte zusätzlich ein Messgerät mit, hätte so Gas wie Phosphin aufspüren können. Im Dezember 2013 war dieses Gas ebenso wie Diboran in kleinen Mengen im Institut ausgewichen. Auch damals waren die Einsatzkräfte nach Ohr gerufen worden. Über 100 Mitarbeiter mussten während des Einsatzes evakuiert werden (wir berichteten).

Gas war am Sonntag jedoch nicht ausgetreten. Grund des Alarms soll ein Defekt an einem Sensor an der Gasmeldeanlage gewesen sein. „Der Sensor hat einen falschen Wert angezeigt“, berichtete Einsatzleiter Kay Leinemann. Carsten Hampe sprach davon, dass die Anlage nur acht statt der sonst üblichen 21 Prozent Sauerstoff angezeigt hätte. Die erschöpften Schutzanzugträger brauchten nicht dekontaminiert werden. Zwei Stunden nach der Alarmierung rückten die Einsatzkräfte wieder ein.

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