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In den Tagen vor dem Fest wird der Kampf „mild gegen kalt“ ausgefochten

Gibt es eine Chance auf weiße Weihnachten?

Weserbergland. Eine Woche vor Weihnachten ist es Zeit, einen ersten vorsichtigen Blick auf das Festtagswetter zu werfen. Wird es romantische weiß wie vor zwei Jahren, oder so schmutzig grün wie im vergangenen Jahr? Um es vorwegzunehmen: Die Chancen auf Weiß schwinden immer mehr, obwohl immer noch recht große Unsicherheiten bestehen.

veröffentlicht am 17.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Reinhard Zakrzewski
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Im Prinzip ringen schon seit etlichen Tagen zwei riesige Luftdruckgebilde um die Vorherrschaft über Mitteleuropa. Zum einen pumpt ein mächtiger Sturmwirbel über dem Ostatlantik sehr milde Meeresluft Richtung Kontinent, zum anderen hält das ebenso massive russische Winterhoch mit eisiger Ostluft dagegen. Bis Ende vergangener Woche konnte das Hoch dem Ansturm noch standhalten.

Doch nun hat das Tauwetter den Winter nach Polen vertrieben. So erwarten uns bis Mittwoch viel Nebelgrau, deutliche Plusgrade am Tag und frostfreie Nächte. In der zweiten Wochenhälfte schlägt das Pendel dann wieder in die andere Richtung aus. Das Russlandhoch tastet sich erneut nach Westen vor, sodass sich ab Donnerstag aus Osten zumindest vorübergehend wieder leichte Minusgrade einschleichen können. Richtung vierter Advent oder Heiligabend deutet sich dann zwischen den beiden Luftdruckgiganten eine Pattsituation über Norddeutschland an und Schneefälle könnten bis in den Raum zwischen Weser und Elbe vorrücken.

Diese weiße Weihnachtsvariante hat in den Wettermodellen zuletzt aber immer mehr an Boden verloren. Um im Bild zu bleiben: Diese Messe ist noch nicht ganz gelesen. Denn zwischen Tagestemperaturen von plus 10 bis minus 10 Grad ist zu Weihnachten derzeit noch alles drin.

Obwohl eine zünftige Schneedecke an Weihnachten wahrlich keine Beziehung zum Geburtsort Christi hat – denn wann schneit es schon mal in Bethlehem? – passt eine romantisch weiße Landschaft nach Meinung vieler viel besser zum traditionellen deutschen Weihnachtsfest.

Selbst strenges Winterwetter bis kurz vor dem Fest ist aber noch keine Garantie für Weihnachtsweiß. Denn kurz vor den entscheidenden Tagen bringt uns mit großer Regelmäßigkeit ein Vorstoß milder Atlantikluft das ungeliebte Weihnachtstauwetter. Dieser Witterungsregelfall (meteorologisch Singularität) ist leider der treffsicherste im Jahr überhaupt.

Blickt man in die Statistik, so geht der Traum einer weißen Weihnacht (amtliche Definition: geschlossene Schneedecke vom 24. Dezember, 7 Uhr, bis 26. Dezember, 7 Uhr) im Weserbergland durchschnittlich nur zweimal in zehn Jahren in Erfüllung, was also fast schon ein kleines Wunder ist.

Zuletzt brachte uns das Christkind im Kreis Hameln-Pyrmont vor zwei Jahren eine weiße Bescherung, als Stadt und Land über alle drei Tage hinweg tief verschneit waren (Hameln: 12 bis 14 Zentimeter).

Leichte Fröste am Tag und klirrende Kälte in der Nacht (Hameln am 25. Dezember minus 13, am Boden minus 17 Grad) sorgten nicht nur für romantische Gefühle, sondern auch für jede Menge rote Nasen und Ohren beim Weihnachtsspaziergang.

Den Weihnachtsklassiker mit Regen, Sprühregen und Temperaturen bis plus 10 Grad erlebten wir dann wieder im vergangenen Jahr. Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal nicht ganz so arg kommt.



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