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Caritasverband im Weserbergland neu gegründet

Gemeinsam krisenfester – Gemeinde als Basis

Hessisch Oldendorf (ah). „Mit der Fusion der Caritasverbände Hameln-Holzminden und Landkreis Schaumburg wollen wir den Caritasverband wetterfest und stabil machen“, erklärt Joachim Wingert, Dechant des Dekanates Hameln-Holzminden.

veröffentlicht am 29.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

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Das gelinge in Form der Gründung des Caritasverbandes im Weserbergland, einer Struktur, die auch für die Zukunft reiche. „Das tragende Innere, Ihre Arbeit, mit der wir ganz fest in den Gemeinden verankert sind, bleibt so bestehen wie bisher“, versichert Wingert mit Nachdruck.

Damit spricht er an, was vielen auf der Seele liegt. Der weitaus größte Teil der Mitglieder, die zur Gründungsversammlung ins Hessisch Oldendorfer Pfarrheim kommen, stammt aus dem Landkreis Schaumburg. „Es gab bei uns im Vorfeld schon die Sorge, dass die Schaumburger Anliegen nicht gleichberechtigt berücksichtigt würden“, berichtet die Vorsitzende des Kreiscaritasverbandes, Dr. Hedwig Pietsch. Andererseits sei sich der Schaumburger Verband von Anfang an bewusst gewesen, dass er im Zusammenschluss mit Hameln-Holzminden „besser aufgestellt und krisenfester“ sei, fügt sie hinzu. Beim Antragstellen oder Anzapfen von Geldquellen komme jetzt auch Unterstützung von der Geschäftsstelle, erläutert sie und nennt als konkretes Beispiel den Plan, in Bückeburg ein Familienzentrum „auf breiten Beinen“ zu gründen. Reinhold Marx, Geschäftsführer mit Sitz in Hameln, erinnert an die erste Fusion mit dem Caritasverband Holzminden vor fünf Jahren, spricht von der „Nutzung der Synergieeffekte“, indem es im neu gegründeten Verband nur eine Buchhaltung gebe, die Kräfte gebündelt, Angebote immer weiter verzahnt würden. Wichtig sei, die Augenhöhe einzuhalten, so Reinhold Marx. Ein brisantes Thema für die ehren- wie hauptamtlichen Caritas-Mitarbeiter, die im Kreise einiger Geistlicher gut vorbereitet beieinandersitzen und dabei die neue Satzung durcharbeiten. Diese sieht vor, dass von nun an alle „persönlichen Mitglieder, die in einer Pfarrgemeinde oder beim Caritasverband unmittelbar organisiert sind“, an der Mitgliederversammlung teilnehmen können. Dort werden Grundfragen der Caritasarbeit beraten, Schwerpunkte gesetzt und der Vorstand gewählt.

An einer Stelle wird jedoch eine Änderung gefordert: Nicht nur der bevollmächtigte Geschäftsführer des neuen Verbandes, auch seine beiden Vertreter sollen zur Verstärkung im Vorstand sitzen und stimmberechtigt sein. Mit entsprechendem Zusatz wird die Satzung einstimmig angenommen. Damit setzt sich der Vorstand des Caritasverbandes im Weserbergland zusammen aus den beiden Dechanten Joachim Wingert und Stefan Bringer (Dekanat Bückeburg), aus Geschäftsführer Reinhold Marx, den Stellvertretern Cornelia Koch-Freitag (Holzminden) und Clemens Schwan (Schaumburg). Zu Beisitzern wählen die 52 Gründungsmitglieder außerdem Monica Gräfin Adelmann, Pfarrer Stephan Uchtmann, Katharina Heise, Hans-Joachim Scholz, Regina Soergel, Dr. Hedwig Pietsch, Kathrin Butzke und Matthias Risau-Klöpper.

Mit acht Beisitzern sind die Mitglieder zahlenmäßig so stark und personell fast identisch vertreten wie zuvor in den beiden Caritasverbänden zusammen. Zwei Rechnungsprüfer werden bestellt, Elisabeth Holzheimer-Franke wird in die Delegiertenversammlung des Diözesan-Caritasverbandes gewählt, der Mitgliedsbeitrag auf zwölf Euro festgesetzt.

Nach der Unterzeichnung der Satzung ist die Neugründung des gemeinnützigen und mildtätigen Caritasverbandes im Weserbergland e.V. mit Hauptsitz in Hameln und Nebengeschäftsstellen in Holzminden und Bückeburg amtlich.

Dass die Fusion auch dem Kennenlernen, Austausch und der Vernetzung Gleichgesinnter dienen soll, muss nicht thematisiert werden, die Mitglieder fangen sofort damit an. Damit hat der Caritasverband einen Schritt vollzogen, der hinsichtlich der kirchlichen Organisationsstruktur erst 2012 vorgesehen ist. Im Anschluss bleibt nur noch eine Aufgabe: der interne Beschluss der Mitglieder der beiden bis dahin eigenständigen Caritasverbände über ihre Auflösung zum 31. Dezember 2010. Das Vermögen der Verbände wird damit an den neuen Caritasverband übertragen.

Hameln-Holzminden und Landkreis Schaumburg unter einem Dach – bei der Caritas. So soll der Verband wetterfest und stabil bleiben, wie es Joachim Wingert, Dechant des Dekanates Hameln-Holzminden, formuliert.Montage: Wal

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