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Zusammenschluss von drei Bürgerinitiativen / Aerzener Maststall-Gegner erwarten Rückenwind

Gemeinsam gegen „industrielle Tierhaltung“

Weserbergland (red). Die Bürgerinitiativen Tuchtberg (Ithbörde), Weserbogen (Polle) und Dehrenberg (Aerzen), die sich gegen Massentierhaltung starkmachen, wollen gemeinsam operieren. Das haben sie auf einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. „Die Massentierhaltung ist einer Kulturnation unwürdig“, heißt es in ihrer Erklärung, die von Marrie Powell, Dieter Klenke und Dr. Ludger Frieler unterzeichnet wurde. Frieler ist Sprecher der Initiative, die sich aus Protest gegen zwei geplante Hähnchenmastställe mit fast 80 000 Tieren in Dehrenberg gegründet hat.

veröffentlicht am 07.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

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„Durch die enge Zusammenarbeit der drei Bürgerinitiativen, von denen die in Polle ja ihr Ziel bereits so gut wie erreicht hat, und die in Dielmissen den Bau der gleichen Mastställe wie in Dehrenberg geplant, bereits seit über einem Jahr verhindern konnte, erhalten wir starken Rückenwind“, so Dr. Frieler. Dieser sei auch bei der gemeinsamen Arbeitssitzung in Grupenhagen am Freitag bei bereits deutlich größerer Teilnehmerzahl spürbar gewesen.

„Obwohl jede Gruppe sich am besten mit ihrem eigenen Umfeld auskennt, ist die Art und Verfahrensweise ihrer Arbeit fast identisch und übergreifend“, teilen die drei Initiativen mit. „In unserem Medienzeitalter ist es für Bürgerbewegungen von größter Wichtigkeit, Netzwerke und kooperierende Arbeitsgemeinschaften zu bilden und umgehend das Know-how eines starken Netzwerkes nutzen zu können, thematisch und fachlich immer auf dem allerneuesten Stand zu sein und nicht ständig das Rad neu erfinden zu müssen.“ Erfahrungen und Ergebnisse, Nachrichten und Entwicklungen von Verbänden und Initiativen erreichen alle am selben Tag, so dass schnell reagiert werden kann, – regional und überregional.

„Uns alle eint das gemeinsame Engagement zur Bekämpfung der Massentierhaltung, dieser von uns aus verschiedenartigen Gründen verabscheuten Form der industriellen Tierhaltung und Nahrungsmittelerzeugung, die klein- und mittelbäuerliche Betriebe, Luft, Wasser, Boden und unsere Gesundheit zerstört“, so die drei Initiativen. „Uns eint ferner der Kampf um die Erhaltung unserer Heimat, in der wir uns vor Verschandelung der Landschaft verwahren. Wir weigern uns, das Leid von Mensch, Umwelt und Tier noch weiter zu vergrößern.“ Ziel von Personen aus allen Kreisen der Bevölkerung sei es, menschenwürdige bäuerliche Existenzen und Nahrungsmittelerzeuger unter anderen Vorzeichen zu schaffen. „Es ist unser Anliegen, durch umfassende Aufklärungsarbeit den öffentlichen Druck auf Betreiber, Verwaltungen und Gesetzgeber zu erhöhen und Verbraucher aufzuklären, um einer artgerechten, umweltschonenden sowie ethisch und sozial verantwortbaren Landwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen.“



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