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Kreise und Städte bilden Ausschuss

Gemeinsam gegen die Weserversalzung

WESERBERGLAND. Das „Bündnis Hamelner Erklärung“ will erreichen, dass die Salzbelastung von Werra und Weser durch die Kali-Industrie sinkt und die Wasserqualität von Werra und Weser steigt. Dem hierzu gegründeten Ausschuss gehören sechs Landkreise und drei Städte an.

veröffentlicht am 24.01.2018 um 11:40 Uhr

Die Salzeinleitungen – hier in die Werra im hessischen Philippsthal – werden von den Flussanrainern seit Jahrzehnten kritisiert. FOTO: DPA

Autor:

Hans Siedler
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Es handelt sich um die Kreise Hameln-Pyrmont, Höxter, Holzminden, Kassel, Nienburg und Schaumburg sowie die Städte Hameln, Höxter und Beverungen. Weitere Kommunen haben ihr Interesse an der Mitarbeit bekundet, heißt es. Der Verein, der im Zusammenhang mit den Planungen für der Höchstspannungsstromtrasse Südlink durchs Weserbergland gegründet worden war, greift damit ein Thema auf, das die Weser-Landkreise auf über 450 Flusskilometern seit Jahrzehnten beschäftigt. Zum Ausschussvorsitzenden wurde Bernd Kleibl gewählt, der sich als Fachbereichsleiter beim Kreis Kassel seit langem mit der Flussversalzung beschäftigt; vertreten wird er von Dr. Kathrin Weiß (Kreis Höxter).

Der Kali- und Salzabbau in der hessisch-thüringischen Kali-Region führt seit über einem Jahrhundert zu gewaltigen Mengen schädlicher Rückstände. Der trockene Teil dieser Abfälle wird überwiegend oberirdisch zu Halden aufgeworfen, die Produktionsabwässer in die Werra eingeleitet oder unterirdisch verpresst. Das Unternehmen Kali+Salz sucht nach Entsorgungsalternativen zur Aufrechterhaltung der Produktion, im Moment wird eine Fernableitung großer Mengen von Salzabwässern direkt in die Oberweser vorbereitet. „Die Verlagerung der nach wie vor ungelösten Umweltprobleme vom Produktionsstandort nunmehr an die Oberweser ist nicht die Lösung, weder für K+S und schon gar nicht für uns Flussanlieger“, sagt Kleibl. Er meint: „Es muss intelligentere Lösungen geben – und die gibt es auch.“

Die betroffenen Kommunen sowie Fischereiverbände, Unternehmen, Umweltinitiativen und -verbände kämpfen seit vielen Jahren für die Verringerung der Salzeinleitung in das Gewässersystem. Endlich sollten nun auch an Werra und Weser die europäischen Umwelstandards erreicht werden, verlangen sie. Das Bündnis will sich bei den anstehenden Gesprächen und Verhandlungen dafür einsetzen, dass die Belange aller Seiten berücksichtigt werden. Das Bündnis vertritt die Position, dass das weltweit agierende Bergbauunternehmen auch in Deutschland dauerhaft erfolgreich produzieren können muss. Allerdings dürfe dies nur im zulässigen Rahmen und mit möglichst wenig Belastung für die Umwelt geschehen.



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