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Arensburg soll Spukschloss werden

Geld mit Gruseln

STEINBERGEN. Ein Spukschloss, ein Grusel-Hotel, könnte die nach wie vor leer stehende Arensburg werden, stellt sich der Rintelner Marcel Utke vor. Er meint es wohl ernst. Denn für diese Idee wirbt er auf der Internetplattform „leetchi“, will Geld per Crowdfunding sammeln und stellt sein Konzept auch im Detail vor.

veröffentlicht am 31.08.2017 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 31.08.2017 um 19:30 Uhr

So könnte es laufen: Ein Satyr lädt Grusel-Gäste auf Schloss Arensburg zum Tee. Foto: pixabay Fotomontage: mb
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Hans Weimann Reporter
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Er meint es wohl ernst. Denn für diese Idee wirbt er auf der Internetplattform „leetchi“, will Geld per Crowdfunding sammeln und stellt sein Konzept „Nightfall Mansion“ auch im Detail vor. Eigentlich ein starkes Stück, denn Utke hat sich nicht die Mühe gemacht, darüber zumindest einmal zuerst mit dem Eigentümer der Arensburg, dem Projektentwickler Dolphin Trust in Hannover, zu sprechen. Dort erfuhr man von der Idee erst durch den Anruf dieser Zeitung, recherchierte dann im Internet. Dolphin-Pressesprecherin Monika Schröder zeigte sich im Telefongespräch amüsiert: „Eine pfiffige Idee, ohne Zweifel.“

Man frage sich bei Dolphin nur: „Wie stellt der Mann sich das vor? Will er das Schloss kaufen oder nur pachten?“ Man sei für Gespräche durchaus bereit, auch offen für Ideen, nur müssten sie realistisch sein. Und Schröder nannte die großen Hürden: Denkmalschutz, Feuerschutz, der bei einem Gewerbe deutlich höher ist als bei einer Wohnnutzung, und die allgemeine Sicherheit. Das alles müsste mit einem Architekten geklärt und durchgerechnet werden.

Grundsätzlich sieht man bei Dolphin eine etwas andere künftige Nutzung des Schlosses: Wohnen, auch betreutes Wohnen oder eine Seniorenresidenz. Denn in diesem Bereich sind die Hannoveraner Spezialisten.

Auch im Internet wird die Idee heftig diskutiert. Die Einträge (unter anderem in der Plattform „Wenn du in Rinteln lebst ...“) reichen von „furchtbar, es gibt schon genug Gruseliges auf der Welt“ bis „die Idee ist geil“. Etliche kommen schnell auf die eigentlichen Fragen: Wie will Utke eine Million zusammenbekommen, reicht das überhaupt und was sagt der Schlosseigner dazu?

Utke schreibt im Internet: „Die Grundidee ist, den Gästen eine Möglichkeit zu bieten, einen Horror-Film live zu erleben. Die Gäste werden keinen Schlaf finden können. Hinter jeder Ecke, in jedem Raum, verbergen sich Geheimnisse oder auch der wahre Horror. Nicht wie man es von Freizeitparks kennt. Echte Animateure, echtes altes Anwesen mit dunkler Geschichte. Es gibt Aufgaben, die man erfüllen muss, um die Nacht heil zu überstehen.“

Utke will nur Gäste ab 18 Jahren zulassen, die eine Verzichtserklärung unterschreiben müssten (wohl wenn jemand die Turmtreppe runterfällt). Das Gelände werde per Video überwacht, um Sicherheit zu gewährleisten und die Animateure zu koordinieren. Es werde doppelte Wände und Geistererscheinungen geben.

Und Utke bietet starken Tobak: „Zusätzlich wird es eine Geld-zurück-Garantie geben! Wenn doch mal ein vom Horror abgehärteter Fan sich nicht quasi in die Hose machen sollte, bekommt er 50 Prozent zurück. Da wir aber erst aufgeben, wenn selbst der Härteste vor Angst erstarrt, wird es wohl nicht dazu kommen.“



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