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Lieferung von Brennelementen nach Grohnde: Widerstand an der Küste wächst

Gegenwind für das Mox-Schiff

Nordenham/Grohnde (epd/fh). Der Kreistag Wesermarsch und der Stadtrat von Nordenham haben sich mehrheitlich gegen den Umschlag atomarer Brennelemente in Nordenhamer Häfen ausgesprochen. Die Politiker verabschiedeten mehrheitlich eine von den Grünen eingebrachte Resolution, in der sie auch jeden weiteren Umschlag radioaktiver Stoffe im Hafen sowie weitere Transporte durch das Stadtgebiet und den Landkreis Wesermarsch ablehnen, teilte der Landkreis gestern mit. Die Stadt und der Landkreis erwarten noch im September einen Transport von plutoniumhaltigen Mischoxid-Brennelementen, kurz Mox-Elementen. Die im britischen Sellafield aufgearbeiteten Brennelemente sollen ins Atomkraftwerk Grohnde gebracht werden. Für November ist ein zweiter Transport geplant. Die Nordenhamer Politiker appellierten an das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Strahlenschutz und die Landesregierung als Atomaufsicht, die Genehmigung für den Umschlag der Mox-Elemente zu widerrufen. Außerdem sollten keine weiteren Genehmigungen mehr erteilt werden. Zur Begründung verweisen die Politiker laut „Nordwest-Zeitung“ auf die „große Sorge um die Gesundheit und Unversehrtheit der Bürger“.

veröffentlicht am 19.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Die Landtagsfraktion der Linken im niedersächsischen Landtag begrüßte gestern die Forderung aus Nordenham. Die Bedenken der Kommunalpolitiker seien „mehr als gerechtfertigt“. Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Ina Korter, sagte dem NDR, dass sich die Landesregierung nun Gedanken machen müsse, ob Mox-Elemente überhaupt noch über niedersächsische Häfen transportiert werden dürfen.

Aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont sind vergleichbare Resolutionen offenbar nicht zu erwarten. Die Lage in Nordenham sei eine grundsätzlich andere, teilte gestern Landrat Rüdiger Butte über Sprecherin Sandra Lummitsch mit. In Nordenham gehe es um die Verladung im Hafen, in Hameln-Pyrmont lediglich um die Durchfahrt der Mox-Behälter. Die Genehmigung sei rechtlich nicht zu beanstanden, eine Resolution habe keine Aussicht auf Erfolg.

Noch in diesem Monat soll ein Mox-Transport das AKW Grohnde erreichen. Foto: dpa



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