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23°

…doch auch nach den Messdaten?

Gefühlt war der Sommer bislang reichlich mies…

Weserbergland. Statt strahlendem Sonnenschein ein bleigrauer Himmel, statt Hitze und Badewetter herbstliche Kühle. Und besonders in der zweiten Junihälfte sehr viel Regen. Gefühlt war der Sommer wohl für die meisten von uns ein Reinfall. Das anhaltend trübe Wetter drückte nicht nur aufs Gemüt, sondern in Schwimmbädern, Straßencafés und Biergärten auch auf die Umsätze. Doch wie schlecht war der Sommer nach den Messdaten im Kreis Hameln-Pyrmont wirklich?

veröffentlicht am 18.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Reinhard Zakrzewski
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Die Hauptwetterelemente Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein bestimmen die gefühlte Qualität des Sommers und hier besonders das Verhältnis von Regen und Sonne. Schaut man in die Statistiken, so sind heiße und trockene Sommer in unseren norddeutschen Breiten eher die Ausnahme, die wechselhafte und feuchte Variante aber vor allem im Juli die Regel (häufigste Nordwest-Wetterlagen im Jahr). Nach dem 30-jährigen Klimamittel (1961-1990) muss ein durchschnittlicher meteorologischer Sommer (Juni, Juli, August) in Hameln eine Mitteltemperatur von 16,5 Grad erreichen, 236 Liter Regen pro Quadratmeter bringen und 602 Stunden Sonnenschein liefern. An 22 Tagen sollte das Thermometer mindestens auf 25 Grad klettern (Sommertag), davon an vier Tagen auch auf 30 Grad oder mehr („Heißer Tag“).

Bis zum 15. August betrug die Durchschnittstemperatur in Hameln 17,2 Grad (0,5 Grad zu warm), die Niederschlagssumme 144 Liter pro Quadratmeter (14 Prozent zu trocken) und die Sonnenscheindauer 393 Stunden (18 Prozent zu trüb). Passable 19 Sommertage verbuchte die Rattenfängerstadt, darunter auch drei heiße Tage. Damit war der Sommer 2011 im Kreisgebiet nach den Messwerten eigentlich gar nicht so schlecht. Zusammen mit Teilen des südlichen Niedersachsens war unsere Region in diesem Sommer eine der wenigen zu trockenen Region in ganz Deutschland. Dass viele dem Sommer trotzdem die Note „mangelhaft“ geben würden, lag vor allem an der geringen Sonnenscheindauer und der Vielzahl der komplett zugezogenen Tage.

Doch damit ist nun endlich Schluss. Durch einen nach Mitteleuropa wandernden Ableger des Azorenhochs kann der Sommer ab dem Wochenende bei uns noch einmal massiv auftrumpfen. An seiner Westseite macht das Hoch nämlich den Weg für subtropische Warmluft vom Mittelmeer frei, so dass es ab Sonnabend sehr sonnig wird und am Sonntag schon bis 28 Grad warm.

Am Montag sind vorübergehend sogar mehr als 30 Grad in Sicht, bevor sich am Dienstag dann aus Westen wieder Schauer und Gewitter nähern. Ob der von einigen Wettermodellen dann angedeutete Temperaturrückgang zur Wochenmitte aber tatsächlich kommt, ist längst nicht sicher.

Wechselspiel von Sonne und Wolken – nach den Messwerten war der Sommer gar nicht so schlecht. Ein „Mangelhaft“ gibt es allerdings vor allem wegen der wenigen Sonnenstunden.

Foto: Dana



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