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Schwefelwasserstoff ist „tückisches Gas“ – weil es in höherer Konzentration den Geruchssinn lähmt

Gefahr durch Gülle im Stall

Hameln-Pyrmont. Der Kreis warnt vor Gülle. Die stinkt nicht nur, sondern kann auch zur Gefahr werden, wenn sich bestimmte Gase bilden. An heißen Sommertagen steigt in der Landwirtschaft die Gefahr von Unfällen mit der Vergiftung durch Gülle-Gas. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Aus diesem Grund hat die Agrargewerkschaft jetzt zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

veröffentlicht am 19.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:21 Uhr

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Besonders gefährlich sei der Umgang mit Gülle in geschlossenen oder schlecht belüfteten Ställen. Hohe Temperaturen beschleunigten den biologischen Abbau von Gülle. Dabei entstehe vor allem Schwefelwasserstoff, das als schädliches Gas besonders tückisch sei.

„In niedrigen Konzentrationen riecht Schwefelwasserstoff nach faulen Eiern. Richtig gefährlich wird es aber dann, wenn man das Gas nicht mehr riecht. Bei höherer Konzentration lähmt Schwefelwasserstoff nämlich den Geruchssinn. Schon nach wenigen Atemzügen kann es zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen. Bei warmem Wetter sollten alle, die im Kreis Hameln-Pyrmont bei der Viehhaltung mit Gülle zu tun haben, deshalb besonders vorsichtig sein“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Niedersachsen-Mitte, Hinrich Witte.

Je stärker Gülle bewegt werde, desto mehr Schwefelwasserstoff werde freigesetzt. „Vorsicht ist deshalb dann geboten, wenn Gülle abgelassen, umgepumpt oder gerührt wird. Besonders gefährlich ist auch das Aufrühren von Rinder- oder Schweinegülle unter Spaltenböden, auf denen die Tiere im Stall stehen“, so Witte. Es sei wichtig, im Stall für Belüftung zu sorgen – auch, um die Tiere zu schützen. Sicherer sei in jedem Fall eine Außengrube, so die Agrar-Gewerkschaft Niedersachsen-Mitte. Darüber hinaus enthalte Gülle Ammoniak, Methan und Kohlendioxid. Das Luft-Gas-Gemisch kann sogar zu Verpuffungen und Explosionen führen, weshalb explosionsgeschützte Motoren empfohlen werden.red



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