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Hamelnerin will als Staatssekretärin viel „für die Menschen“ bewegen

Gabriele Lösekrug-Möller – das Soziale ist ihre Berufung

Berlin/Weserbergland. Wer in den vergangenen Wochen genau hinschaute, konnte es ahnen, seit gestern ist es öffentlich bekannt: Die Hamelnerin Gabriele Lösekrug-Möller wird in der neuen Bundesregierung an wichtiger Stelle tätig sein – als Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit und Soziales. „Das ist eine große Anerkennung“, sagte die Bundestagsabgeordnete gestern Abend gegenüber der Dewezet, „und eine große Aufgabe!“ Denn wichtige Themen seien in diesem Ministerium zu beackern, „seriös anzupacken“. Da ist es für die 62-jährige Diplom-Sozialpädagogin sicherlich ein wenig beruhigend, dass sie sich diese Herausforderungen mit der SPD-Arbeitsmarktexpertin Anette Kramme sowie dem sehr erfahrenen beamteten Staatssekretär Jörg Asmussen – zurzeit Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank – teilen kann.

veröffentlicht am 16.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

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Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Lösekrug-Möller ist seit zwölf Jahren Mitglied des Bundestages. Sie hat sich seitdem im Parlament besonders im Bereich der Sozialpolitik engagiert, gemeinsam mit Andrea Nahles und seit 2005 als Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales. Nahles ist seit vier Jahren SPD-Generalsekretärin und damit Mitverantwortliche für das schlechte Wahlergebnis der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl; als sie die Koalitionsverhandlungen in der Arbeitsgruppe „Arbeit und Soziales“ übertragen bekam, holte sich die 43-Jährige unter anderem Lösekrug-Möller an die Seite. Dort saß ihnen für die CDU vor allem Arbeitsministerin Ursula von der Leyen gegenüber. Als sich zum Abschluss der Koalitionsgespräche das Personalkarussell drehte, fand von der Leyen ihren neuen Platz im Verteidigungsministerium, Nahles erhielt das Ressort für Arbeit und Soziales – und sie nahm Lösekrug-Möller und Kramme mit.

„Ich freue mich sehr über das Angebot von Andrea Nahles und das mir damit entgegengebrachte Vertrauen“, erklärte Lösekrug-Möller gestern. Nun gelte es, „die Verbesserungen für die Menschen im Land, die wir mit der Union vereinbart haben, in die Tat umzusetzen“. Die Hamelnerin denkt dabei vor allem an die Rente mit 63 Jahren, den Mindestlohn und die Begrenzung der Zeit- und Leiharbeit. Voraussichtlich werde sie ihren Schwerpunkt auf das Soziale legen, während Kramme den Bereich Arbeit betreue, mutmaßt die Abgeordnete. Über die Aufgabenverteilung werde aber noch im Detail gesprochen.

Gabriele Lösekrug-Möller leitet seit 1997 den SPD-Unterbezirk Hameln-Pyrmont. Seit zehn Jahren fungiert sie zudem als Vizechefin des Landesverbandes Niedersachsen. Sie gehört dem Bundesvorstand an und ist im Bundestag Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen. Im November hatte sie in ihrer bescheidenen Art betont: Die Teilnahme an den Koalitionsverhandlungen heiße nicht, „dass man sich damit einbilden kann, irgendetwas zu werden“.

Gabriele Lösekrug-Möller – in wenigen Tagen auf einflussreichem Posten in Berlin. pr



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