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CDU beantragt Filter-Nachrüstung von Bussen und Müllfahrzeugen

Für niedrige Stickoxid-Werte

HAMELN-PYRMONT. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Ulrich Siegmund, hat sich jetzt an Landrat Tjark Bartels mit zwei Anträgen der Fraktion gewandt. Darin geht es um die Prüfung einer Nachrüstung von Bussen des öffentlichen Nahverkehrs und der Müllfahrzeuge der Kreisabfallwirtschaft (KAW), um so die Emmissionswerte zu reduzieren.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 14:13 Uhr
aktualisiert am 30.08.2017 um 17:50 Uhr

Diesel produziert gefährliche Stickoxide. Foto: dpa Alexander Rüsche
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Gemäß ihrem Antrag schlägt die CDU–Kreistagsfraktion vor, im Umwelt-Ausschuss des Kreistages zu empfehlen, dass der Landkreis Hameln-Pyrmont prüft, ob die Dieselbusse des öffentlichen Nahverkehrs und die Diesellastkraftwagen der KAW mit Abgasfiltern zur Luftverbesserung im Landkreis ausgestattet werden können.

Die Christdemokraten verweisen dabei auf Erfahrungen aus Paderborn. Dort ist die Dieselfilter-Erfindung der finnischen Firma Proventia in der Praxis getestet worden – mit dem Ergebnis, dass die gemessenen ausgestoßenen Werte extrem niedrig sind. Die Messungen seien besser als die aktuell vorgeschriebenen Euro-6-Systeme der Hersteller. Die Umrüstkosten auf das ADBlue-System pro Fahrzeug liegen bei 20 000 Euro.

ADBlue ist ein Reinigungssystem, das mit einer Mischung und entmineralisiertem Wasser arbeitet. Die Proventia-Lösung wird nicht nur in Paderborn, sondern auch beispielsweise in London und Oslo eingesetzt. Grundsätzlich seien aber auch Systeme anderer Hersteller zu prüfen, so der CDU-Antrag.

Begründet wird der Antrag mit der Feststellung, dass Stickoxide und Feinstaub schädlich für Mensch und Umwelt seien, und Busse und Lkw erheblich zur toxischen Belastung beitrügen. Auch der Landkreis Hameln-Pyrmont und insbesondere die Städte seien stark von der derzeit überall diskutierten Luftverschmutzung durch Dieselmotoren betroffen. Als besonderen Punkt führt der Antrag an, dass die Müllwerker bei der Abfuhr hinten auf den Fahrzeugen die Abgase in besonders starker Konzentration einatmen müssen.



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