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Auch Christdemokraten unterstützen Antrag der Mehrheitsgruppe / Neue Heimleitung gesucht

Für den Reseberg zieht Politik an einem Strang

Hameln-Pyrmont (HW). Das bislang defizitär arbeitende Kinderheim Reseberg soll dauerhaft eine Einrichtung des Landkreises Hameln-Pyrmont bleiben, allerdings neu ausgerichtet und auf betriebswirtschaftlich gesunde Beine gestellt werden. Einstimmig hat der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft gestern einen entsprechenden Antrag der aus SPD, Grünen und Piraten bestehenden Mehrheitsgruppe im Kreistag unterstützt. „Durch die inhaltliche und personelle Neuausrichtung soll es gelingen, das Kinderheim Reseberg künftig kostendeckend betreiben zu können“, begründete Sven Fischer das Gruppenpapier.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

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Der Sozialdemokrat aus Bad Münder hatte zuvor mit großem persönlichen Engagement über die erste Tagung der vom Kreistag eigens eingerichteten Lenkungsgruppe in der vergangenen Woche berichtet. „Es war parteiübergreifend eine gute Arbeitstagung, die das Wohl der Kinder in den Vordergrund gerückt hat“, sagte Fischer. „Das Wohl der Kinder ist auch unser Anliegen“, unterstrich Thomas Kock namens der Christdemokraten. Nun müsse sich jedoch zeigen, was umsetzbar ist.

Der Antrag der Mehrheitsgruppe, der nun noch den Kreistag am Dienstag kommender Woche passieren muss, umfasst fünf Punkte:

Das Kinderheim Reseberg soll mit dem Ziel einer größtmöglichen Eigenständigkeit in eine andere geeignete Rechtsform unter dem Dach des Landkreises überführt werden.

Das inhaltliche Angebot der kreiseigenen Einrichtung wird auf das Kerngeschäft konzentriert. Die weitere Angebotspalette soll insbesondere aufgrund des hohen unternehmerischen Risikos hinterfragt werden.

Unabhängig von der künftigen Ausrichtung des Kinderheimes müssen die Inobhutnahmen des Jugendhilfeträgers sichergestellt werden. Dazu gelte es, Alternativen zu erarbeiten.

Eine inhaltliche Neuausrichtung soll sich auch auf die Personalstruktur des Kinderheimes auswirken.

Die Stelle der Heimleitung soll umgehend ausgeschrieben werden und neben pädagogischen Schwerpunkten auch eine klare betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Bewerbers oder der Bewerberin fordern.

„Eine eierlegende Wollmilchsau werden wir sicher nicht bekommen, aber auf den betriebswirtschaftlichen Aspekt muss künftig mehr Augenmerk gelegt werden“, unterstrich Fischer.

Nach Darstellung des Kreiskämmerers Carsten Vetter weist der Entwurf des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2012 im Kinderheim Reseberg einen Zuschussbedarf von 209 000 Euro aus. Durch die teilweise geringe Auslastung seien die geplanten Erträge schon im Januar dieses Jahres nicht in voller Höhe erzielt worden, berichtete der stellvertretende Chef der Kreisverwaltung und schlug dem Ausschuss vor, die Verwaltung zu ermächtigen, dem Kinderheim Reseberg einen verzinslichen Betriebsmittelvorschuss bis zu einer Höhe von maximal 150 000 Euro zur Verfügung zu stellen. „Zur Sicherstellung der Liquidität“, begründete Vetter.

Der Ausschuss beschloss letztlich auch die Forderung des Kämmerers. Allerdings nicht mit den Stimmen der Christdemokraten, denn die verweigerten der Verabschiedung der Haushaltssatzung, des Haushaltsplanes und dem Haushaltssicherheitskonzept die Gefolgschaft, weil der Etat für das Jahr 2012 die Wiederbesetzung der bislang vakanten Stelle des Zweiten Kreisrates enthält. „Und das tragen wir nach wie vor nicht mit“, erklärte Friedrich-Wilhelm Knust (CDU).

Soll dauerhaft eine Einrichtung des Landkreises bleiben, aber betriebswirtschaftlich auf gesunde Beine gestellt werden: Das Kinderheim Reseberg in Hameln.

Foto: Dana



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