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Hannovers Regionsverwaltung will besseres Umsteigen, Express nach Paderborn und Tausch der Airportlinie

Fünf neue Halte für S-Bahn-Linie 5?

Hameln-Pyrmont/Hannover / Springe. Fährt die S-Bahn künftig nicht mehr von Hameln, sondern von Hildesheim über den Bahnhof „Hannover Messe/Laatzen“ zum Flughafen Langenhagen? Und gibt es künftig neben den kürzlich eingeführten Express-S-Bahnen (S 51) zwischen dem Weserbergland und der Landeshauptstadt auch „Bummelzüge“, die sechs Minuten länger brauchen als die heutige S 5? Noch ist nichts entschieden, aber die Verwaltung der Region Hannover hat ihre Wünsche, die seit längerem im Raum stehen, inzwischen im Entwurf für ihren neuen Nahverkehrsplan (NVP) niedergeschrieben. In dem Papier sollen die verkehrspolitischen Leitlinien für die nächsten fünf Jahre festgelegt werden. Alle Betroffenen, so auch die Nachbarlandkreise, haben derzeit die Gelegenheit, den Plan zu studieren und Stellungnahmen zu verfassen. In Springe schimpft der SPD-Vorsitzende Eberhard Brezski nach einem Blick in die knapp 300 Seiten starke Ausarbeitung: „Wir müssten als einzige Regionskommune signifikante Einschneidungen hinnehmen.“

veröffentlicht am 21.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Marc Fisser und Marita SChEFFLER
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Den Autoren des NVP ist klar, dass die Region im Schienenverkehr nur „begrenzte Handlungsmöglichkeiten“ hat. Denn es gibt viele weitere Beteiligte, es bestehen betriebliche Zwänge beim Zusammenspiel von Nah-, Fern- und Güterverkehr, und das Geld für manche angepeilte Baumaßnahme müsste vom Land oder Bund kommen. Die Verkehrsexperten der Region Hannover möchten die Machbarkeit unter anderem folgender Projekte geprüft sehen:

Der Express- und S-Bahn- Verkehr zwischen Paderborn, Hameln und Hannover solle neu geordnet werden. Insbesondere sei zu untersuchen, ob ganztägig ein „schneller Zug“ auch in Richtung Paderborn angeboten werden kann.

Zwischen Weetzen und Hannover Hauptbahnhof sind für die S5 fünf zusätzliche Halte geplant: in Ronnenberg, Empelde, Bornum sowie – mit zeitsparender Umsteigemöglichkeit in die Stadtbahn oder den Bus – in den neu einzurichtenden Stationen Waldhausen (Hildesheimer Straße) und Braunschweiger Platz. Brezski befürchtet, dass sich durch die längere S-Bahn-Fahrzeit etwa für Völksener und Bennigser, die in Hannover arbeiten, die Situation verschlechtern würde. Er warnt: „Würden in Springe auch nur fünf Prozent der Fahrgäste verloren gehen, müssten die Fahrgastzahlen in Ronnenberg um fast 50 Prozent steigen, um das auszugleichen.“

Weitere Gleiswechselmöglichkeiten zwischen Hameln und Weetzen sollen für mehr Flexibilität und Kapazität im Bahnverkehr sorgen.

Im Gespräch bleibt auch der Bau einer weiteren S-Bahn-Station an der Deisterpforte in Springe. Nach positiver Prüfung sei eine Realisierung ab dem Jahr 2020 denkbar.

Aus betrieblichen Gründen sei „das Oberzentrum Hildesheim“ noch nicht durch die S 4 direkt mit dem Flughafen Hannover verbunden; die Region wolle zudem den Messestandort Hannover durch eine dauerhafte umsteigefreie Anbindung an den Airport stärken. Ein Linientausch von S 4 und S 5 würde beides erreichen. Die Züge aus Hameln-Pyrmont würden dann in Bennemühlen statt am Flughafen enden.



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