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Rintelner Weserangerbad / Solche Fälle sind bisher sehr selten

Fuchs erfriert im Schwimmbecken

RINTELN. Das ist wahrlich kein schöner Anblick gewesen: Durch Zufall ist Anfang der Woche entdeckt worden, dass sich im Wasser des großen Schwimmbeckens im Weser-Angerbad ein Fuchs befindet. Und zwar unter einer dicken Eisdecke. Das Tier konnte sich nicht befreien und starb.

veröffentlicht am 23.01.2019 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 23.01.2019 um 19:40 Uhr

Kein schöner Anblick: Ein toter Fuchs treibt im großen Becken im Weserangerbad. Er war wohl ins Wasser geraten und hat sich nicht mehr selbst befreien können. Foto: pr.
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Aus irgendeinem Grund war er wohl in das Becken geraten und konnte sich aus eigener Kraft nicht wieder befreien. Das bedeutete den sicheren Tod für das Tier. Nach Saisonende werden jedes Jahr gut zwei Drittel der ursprünglichen Füllmenge aus dem großen Becken abgelassen. Denn wenn es so kalt ist wie derzeit, dann verändert sich der Aggregatzustand des Wassers. Gefriert es, dehnt es sich aus – und dafür braucht es ausreichend Platz im Becken. Ein Teil des Wassers muss jedoch im Stahlbecken bleiben, damit dies im Fall von Hochwasser nicht hochgedrückt wird. Das niedrige Wasserniveau kann jedoch eine Gefahr für wilde Tiere darstellen, denn aus dem Edelstahlbecken ist ein Entkommen beinahe unmöglich. Auch Katzen haben sich schon ab und zu ins kalte Nass verirrt.

Der Fall des Fuchses ist für den Meister für Bäderbetriebe, Stefan Lehmann, neu: Davon habe er bislang noch nichts gehört. Erstaunlich ist das nicht, denn Lehmann weilt nach der langen, übervollen Sommersaison derzeit im Urlaub. Genau für solche Fälle allerdings sollen allerdings regelmäßige Kontrollen vorsorgen: Einmal in der Woche mindestens, so Lehmann, werde das Weserangerbad kontrolliert. Dabei könne es schon einmal vorkommen, dass Mitarbeiter Kleintiere im Becken vorfinden, vor allem Mäuse und Ratten, selten auch Katzen.

Das alles passiere allerdings extrem selten, so Lehmann. Und zwar so selten, dass man bisher noch nicht den Anlass gesehen habe, etwas gegen solche Eventualitäten zu unternehmen. Und ein Fuchs im Wasser – das hat Lehmann selber noch nicht erlebt. Dabei bricht für ihn in diesem Sommer immerhin seine 25. Saison als Meister für Bäderbetriebe in Rinteln an. Richtig verhindern könne man sowieso nicht, dass ein Tier sich aufs Gelände und eventuell auch ins Wasser verirre. Er wolle sich jedoch bei anderen Freibädern nach eventuellen Maßnahmen erkundigen. mld



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