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Bad Nenndorf rechnet auch ohne Druckerei auf positive Entwicklung

Frust und Hoffnung nach geplatzem Sedai-Traum

BAD NENNDORF / HAMELN. Dass die bei Bad Nenndorf geplante Druckerei der Hamelner Sedai Druck GmbH & Co. KG nun doch keine Realität wird, hat am Donnerstag die Telefondrähte im Bad Nenndorfer Rathaus glühen lassen. Nach dem Bericht über das Aus der Pläne meldeten gleich mehrere Betriebe Interesse an Teilen des Gewerbegebietes Gehrenbreite an, wo die Druckerei entstehen sollte.

veröffentlicht am 05.01.2018 um 10:30 Uhr
aktualisiert am 05.01.2018 um 18:18 Uhr

Autor:

Guido Scholl
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In der Politik wird die Entwicklung mit Bedauern aufgenommen, der Blick geht aber bereits nach vorn. Stadtdirektor Mike Schmidt hat sowohl von Bad Nenndorfer Unternehmen Anrufe erhalten, aber auch von einem lokalen Pflegeanbieter. Sogar ein Interessent habe sich gemeldet, der wieder die gesamte Fläche haben wollte – so wie Sedai es für seine Online-Druckerei geplant hatte, dafür aber die 1,6 Millionen Euro Grundstückskosten nicht aufbrachte. Schmidt ist nun vorsichtig mit derlei Offerten und geht eher von einer kleinteiligen Vermarktung aus.

In Politik und Verwaltung sind sich alle Seiten einig: Ein Vorwurf sei niemandem zu machen. Die Sedai-Pläne hätten durchaus seriös gewirkt, zumal das Unternehmen auch bei der Schaumburger Regionalschau im vergangenen Frühjahr als Hauptsponsor aufgetreten sei. Nach Schmidts Kenntnis hat Sedai selbst bereits eine sechsstellige Euro-Summe in den geplanten Standort investiert.

Aus dem Hamelner Firmensitz ist derweil nicht viel zu vernehmen mit Blick auf den geplatzten Bad-Nenndorf-Deal. Sedai-Druck-Geschäftsführer Ingo Hartmann, der vor gut einem Jahr auch die Gespräche in Bad Nenndorf geleitet hatte, verweist darauf, dass die übergeordnete Sedai-Holding das Grundstück bei Bad Nenndorf gekauft hatte, nicht Sedai-Druck selbst. Die Holding verwies dagegen auf Hartmann und lehnte eine Auskinft ab. „Diese Seifenblase ist zerplatzt, leider. Es war zuletzt aber auch absehbar“, sagt Bürgermeisterin Marlies Matthias (CDU) zu den Vorgängen.

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